2.3  Lage des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2025 ergaben sich keine wesentlichen Akquisitions- und Desinvestitionseffekte auf Umsatz und EBITDA von Konzern und Segmenten. Gleichwohl haben sich mit der IONOS-Entscheidung, Sedo zu veräußern sowie dem Ausweis von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5, wesentliche Änderungen in der Gesamtergebnisrechnung (GuV), der Kapitalflussrechnung sowie der Bilanz ergeben.

Insbesondere wurden gemäß IFRS 5 die Geschäftszahlen 2025 sowie die Vorjahreszahlen der Gesamtergebnisrechnung angepasst. Die Umsatzerlöse und Aufwendungen des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs sind in den jeweiligen GuV-Positionen nicht mehr enthalten. Der nicht fortgeführte Geschäftsbereich wird mit seinem Periodenergebnis nach Steuern separat dargestellt. Die Auswirkungen auf die Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2025 und 31. Dezember 2024 werden im Konzernanhang unter Anhangangabe 16 separat ausgewiesen. Die Auswirkungen auf die Bilanz zum 31. Dezember 2025 werden innerhalb der Bilanz separat dargestellt. Die Bilanz zum 31. Dezember 2024 ist dagegen unverändert darzustellen. Es ergaben sich daraus keine wesentlichen Einflüsse auf die Kommentierung der Vermögenslage.

Im Geschäftsjahr 2025 ergaben sich nur geringfügig negative Währungseffekte auf Konzern- und Segmentebene (überwiegend Segment „Business Applications“) in Höhe von -10,4 Mio. € beim Umsatz und -3,8 Mio. € beim EBITDA. Gleiches gilt für die Vermögenslage im Konzern, für die sich keine wesentlichen Effekte aus Währungsschwankungen ergaben.

Ertragslage im Konzern

Die Zahl der kostenpflichtigen Kundenverträge im United Internet Konzern konnte im Geschäftsjahr 2025 um insgesamt 700.000 Verträge auf 29,72 Mio. gesteigert werden. Werbefinanzierte Free-Accounts blieben hingegen mit 38,68 Mio. aufgrund der hohen Konvertierung in kostenpflichtige Kundenverhältnisse um 250.000 bzw. 0,6 % hinter dem 31. Dezember 2024 zurück.

Nach Bilanzierung von Sedo nach IFRS 5 und bereinigt um die Umsatzbeiträge aus „Energy“ und „De-Mail“ (26,2 Mio. €) im Vorjahr bzw. aus „Energy“ im Geschäftsjahr 2025 (16,1 Mio. €) stieg der Umsatz auf Konzernebene von 5.990,8 Mio. € (vergleichbarer Vorjahreswert) um 1,9 % auf 6.103,8 Mio. € im Geschäftsjahr 2025. Die Umsätze im Ausland stiegen trotz negativer Währungseffekte um 4,0 % auf 585,6 Mio. € (Vorjahr: 563,2 Mio. €).

Die Umsatzkosten stiegen deutlich von 4.063,9 Mio. € im Vorjahr auf 4.208,1 Mio. €. Die Umsatzkostenquote erhöhte sich damit überproportional von 67,5 % (vom Umsatz) im Vorjahr auf 68,8 % (vom Umsatz) im Geschäftsjahr 2025. Die Bruttomarge sank entsprechend von 32,5 % auf 31,2 % und das Bruttoergebnis ging von 1.953,0 Mio. € um -2,1 % auf 1.911,7 Mio. € zurück. Ursächlich für diesen Rückgang waren insbesondere die höheren Abschreibungen infolge der Investitionen in den Ausbau des Glasfasernetzes von 1&1 Versatel und des Mobilfunknetzes von 1&1.

Die Vertriebskosten sanken von 975,0 Mio. € (16,2 % vom Umsatz) im Vorjahr auf 946,5 Mio. € (15,5 % vom Umsatz). Die Verwaltungskosten stiegen hingegen von 283,9 Mio. € (4,7 % vom Umsatz) auf 301,0 Mio. € (4,9 % vom Umsatz).

Mehrperiodenübersicht: Entwicklung wesentlicher Kostenpositionen

Umsatzkosten

3.684,9 (2)

3.906,3

4.145,1

4.063,9

4.208,1

Umsatzkostenquote

65,3 %

66,0 %

66,7 %

67,5 %

68,8 %

Bruttomarge

34,7 %

34,0 %

33,3 %

32,5 %

31,2 %

Vertriebskosten

835,7

907,2

943,2

975,0

946,5

Vertriebskostenquote

14,8 %

15,3 %

15,2 %

16,2 %

15,5 %

Verwaltungskosten

243,0

248,5

275,9

283,9

301,0

Verwaltungskostenquote

4,3 %

4,2 %

4,4 %

4,7 %

4,9 %

in Mio.

2021

2022

2023

2024 (1)

2025 (1)

(1) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; Vorjahr angepasst

(2) Inklusive eines periodenfremden positiven Ergebniseffekts, der dem 2. Halbjahr 2020 zuzuordnen ist (Effekt: +39,4 Mio. €)

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen leicht von -23,1 Mio. € im Vorjahr auf -21,1 Mio. € in 2025 zurück. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 65,9 Mio. € auf 91,6 Mio. €. Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte blieben mit -141,7 Mio. € nahezu unverändert (Vorjahr: -140,9 Mio. €).

Die Ergebniskennzahlen waren in 2025 und 2024 von folgenden Sondereffekten geprägt:

  • Der Sondereffekt „Ergebnisbeitrag aus Energy“ resultiert aus der Entscheidung, die Geschäftsfelder „Energy und De-Mail“ nicht fortzuführen. Nach der Einstellung des Geschäftsfeldes „De-Mail“ in 2024 wurden die Kennzahlen 2025 im Rahmen des Lageberichts nur noch um das Mitte Oktober 2025 veräußerte Geschäftsfeld „Energy“ bereinigt. Inklusive des Verkaufserlöses wirkte sich das vorgenannte Geschäftsfeld in 2025 positiv auf EBITDA, EBIT, EBT, Konzernergebnis und EPS aus.
  • Der Sondereffekt „Zinsertrag aus BFH-Verfahren 2025“ resultiert aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs (BFH) in 2025 in einem steuerlichen Rechtsstreit zwischen United Internet und der zuständigen Finanzbehörde zugunsten von United Internet. Aus der Entscheidung resultierte ein Zinsertrag, der sich in 2025 positiv auf EBT, Konzernergebnis und EPS auswirkte.
  • Der Sondereffekt „Steuerertrag aus BFH-Verfahren 2025“ beruht ebenfalls auf vorgenanntem Sachverhalt und wirkte sich in Form eines Steuerertrages in 2025 positiv auf Konzernergebnis und EPS aus.

Weitere Einzelheiten zu den vorgenannten Sondereffekten finden sich im Kapitel 2.2 „Geschäftsverlauf“ unter „Sondereffekte im Geschäftsjahr 2025“.

  • Der Sondereffekt „Ergebnisbeitrag aus Energy und De-Mail“ resultiert aus der Entscheidung, die Geschäftsfelder „Energy“ und „De-Mail“ nicht fortzuführen und die Finanzkennzahlen im Rahmen des Lageberichts entsprechend zu bereinigen. Die vorgenannten Geschäftsfelder wirkten sich in 2024 negativ auf EBITDA, EBIT, EBT, Konzernergebnis und EPS aus.
  • Der Sondereffekt „Nicht-cashwirksame Wertminderung auf die Beteiligung an Kublai“ resultiert aus einer außerplanmäßigen, nicht-cashwirksamen Wertminderung auf die Kublai-/Tele Columbus-Beteiligung und wirkte sich in 2024 negativ auf EBT, Konzernergebnis und EPS aus.
  • Der Sondereffekt „Einmalige Steuereffekte 2024“ resultiert aus einer einmaligen Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge auf Ebene der 1&1 Versatel GmbH. Gegenläufig erfolgte eine direkte Verrechnung der laufenden Verluste von 1&1 Versatel auf Ebene der United Internet AG infolge eines in 2024 mit 1&1 Versatel geschlossenen Ergebnisabführungsvertrages. Der Sondereffekt wirkte sich in 2024 negativ auf Konzernergebnis und EPS aus.

Herleitung von EBITDA, EBIT, EBT sowie Konzernergebnis und EPS aus fortgeführten Geschäftsbereichen (laut Gesamtergebnisrechnung) auf die um Sondereffekte bereinigten Werte (operativ)

EBITDA

1.289,8

1.250,9

Ergebnisbeitrag Energy

–7,8

Ergebnisbeitrag Energy und De-Mail

0,7

EBITDA bereinigt (operativ)

1.282,0

1.251,6

EBIT

593,1

595,9

Ergebnisbeitrag Energy

–7,8

Ergebnisbeitrag Energy und De-Mail

0,9

EBIT bereinigt (operativ)

585,3

596,8

EBT

463,7

261,3

Ergebnisbeitrag Energy

–7,8

Ergebnisbeitrag Energy und De-Mail

0,9

Zinsertrag aus BFH-Verfahren

–30,2

Nicht-cashwirksame Wertminderung auf die Beteiligung an Kublai

170,5

EBT bereinigt (operativ)

425,7

432,7

Konzernergebnis (2)

366,8

17,9

Ergebnisbeitrag Energy

–6,1

Ergebnisbeitrag Energy und De-Mail

0,6

Zinsertrag aus BFH-Verfahren

–20,3

Steuerertrag aus BFH-Verfahren

–28,9

Nicht-cashwirksame Wertminderung auf die Beteiligung an Kublai

170,5

Einmalige Steuereffekte

52,0

Konzernergebnis bereinigt (operativ) (2)

311,5

241,0

Konzernergebnis "Anteilseigner United Internet" (2)

267,1

–73,4

Ergebnisbeitrag Energy

–6,1

Ergebnisbeitrag Energy und De-Mail

0,6

Zinsertrag aus BFH-Verfahren

–20,3

Steuerertrag aus BFH-Verfahren

–28,9

Nicht-cashwirksame Wertminderung auf die Beteiligung an Kublai

170,5

Einmalige Steuereffekte

52,0

Konzernergebnis "Anteilseigner United Internet" bereinigt (operativ) (2)

211,8

149,7

EPS (2)

1,55

–0,43

Ergebnisbeitrag Energy

–0,03

Ergebnisbeitrag Energy und De-Mail

0,00

Zinsertrag aus BFH-Verfahren

–0,12

Steuerertrag aus BFH-Verfahren

–0,17

Nicht-cashwirksame Wertminderung auf die Beteiligung an Kublai

0,99

Einmalige Steuereffekte

0,30

EPS bereinigt (operativ) (2)

1,23

0,86

in Mio. €; EPS in

Geschäftsjahr 2025 (1)

Geschäftsjahr 2024 (1)

(1) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; Vorjahr angepasst

(2) Aus fortgeführten Geschäftsbereichen

Bereinigt um den vorgenannten Ergebnisbeitrag aus „Energy“ im Geschäftsjahr 2025 sowie um die Ergebnisbeiträge aus „Energy“ und „De-Mail“ im Geschäftsjahr 2024 entwickelten sich die operativen Ergebniskennzahlen des Konzerns (EBITDA und EBIT) wie folgt:

Das operative EBITDA im Konzern belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 1.282,0 Mio. € und lag damit um 2,4 % über dem Vorjahr (1.251,6 Mio. €). Die darin enthaltenen Aufwendungen für den Ausbau des 1&1 Mobilfunknetzes beliefen sich auf unverändert zum Vorjahr auf -265,3 Mio. €.

Infolge gestiegener Abschreibungen blieb das operative EBIT mit 585,3 Mio. € hingegen leicht um 1,9 % hinter dem vergleichbaren Vorjahreswert (596,8 Mio. €) zurück. Die darin enthaltenen Abschreibungen erhöhten sich, insbesondere infolge der Investitionen in den Ausbau des Glasfasernetzes von 1&1 Versatel sowie des Mobilfunknetzes von 1&1, auf insgesamt 696,7 Mio. € (Vorjahr: 654,8 Mio. €).

Entsprechend stieg die operative EBITDA-Marge von 20,9 % im Vorjahr auf 21,0 %, während die operative EBIT-Marge auf 9,6 % (Vorjahr: 10,0 %) zurück ging.

Die Zahl der Mitarbeitenden im Konzern sank in 2025 um 2,2 % auf 10.547 (Vorjahr: 10.783).

Wesentliche Umsatz- und Ergebniskennzahlen im Konzern (in Mio. €)

Grafik 1

(1) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025;

exklusive des Umsatz- und Ergebnisbeitrages von Energy (Umsatz-Beitrag: 16,1 Mio. €, EBITDA-Beitrag: +7,8 Mio. € netto inkl. Verkaufserlös, EBIT-Beitrag: +7,8 Mio. € netto inkl. Verkaufserlös)

(2) Vorjahr angepasst nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; exklusive der Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Energy und De-Mail (Umsatz-Beitrag: 26,2 Mio. €, EBITDA-Beitrag: -0,7 Mio. €, EBIT-Beitrag: -0,9 Mio. €); inklusive periodenfremde Aufwendungen für den Netzaufbau aus 2022 und 2023 (EBITDA- und EBIT-Effekt: -14,3 Mio. €)

Quartalsentwicklung; Veränderung zum Vorjahresquartal (1)

Umsatz

1.514,1

1.478,6

1.509,5

1.601,6

1.548,5

+ 3,4 %

EBITDA

324,0

318,9

323,5

315,6

303,5

+ 4,0 %

EBIT

144,4

140,9

157,9

142,1

97,4

+ 45,9 %

in Mio.

Q1 2025 (2)

Q2 2025 (2)

Q3 2025 (2)

Q4 2025 (2)

Q4 2024 (3)

Veränderung

(1) Ungeprüft; siehe Hinweis „ungeprüfte Abschnitte“ am Anfang des Lageberichts

(2) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; Vorquartale angepasst; exklusive des Umsatz- und Ergebnisbeitrages von Energy (Umsatz-Beitrag: 5,9 Mio. €, EBITDA-Beitrag: +0,2 Mio. €, EBIT-Beitrag: +0,2 Mio. € in Q1 2025; Umsatz-Beitrag: 5,3 Mio. €, EBITDA-Beitrag: +1,0 Mio. €, EBIT-Beitrag: +1,0 Mio. € in Q2 2025; Umsatz-Beitrag: 4,9 Mio. €, EBITDA-Beitrag: +0,7 Mio. €, EBIT-Beitrag: +0,7 Mio. € in Q3 2025; Umsatz-Beitrag: 0,0 Mio. €, EBITDA-Beitrag: +5,9 Mio. € netto inkl. Verkaufserlös, EBIT-Beitrag: +5,9 Mio. € in Q4 2025 netto inkl. Verkaufserlös)

(3) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; Vorquartale angepasst; exklusive der Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Energy und De-Mail (Umsatz-Beitrag: 6,3 Mio. €, EBITDA-Beitrag: -0,5 Mio. €, EBIT-Beitrag: -0,6 Mio. € in Q4 2024)

Mehrperiodenübersicht: Entwicklung wesentlicher Umsatz- und Ergebniskennzahlen

Umsatz

5.646,2

5.915,1

6.185,9 (3)

5.990,8 (4)

6.103,8 (5)

EBITDA

1.262,4 (1)

1.271,8 (2)

1.296,5 (3)

1.251,6 (4)

1.282,0 (5)

EBITDA-Marge

22,4 %

21,5 %

21,0 %

20,9 %

21,0 %

EBIT

788,6 (1)

790,7 (2)

758,5 (3)

596,8 (4)

585,3 (5)

EBIT-Marge

14,0 %

13,4 %

12,3 %

10,0 %

9,6 %

in Mio.

2021

2022

2023

2024

2025

(1) Exklusive des periodenfremden positiven Ergebniseffekts, der dem 2. Halbjahr 2020 zuzuordnen ist (EBITDA- und EBIT-Effekt: +39,4 Mio. €) und exklusive eines nicht-cashwirksamen Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt: +3,0 Mio. €)

(2) Exklusive eines nicht-cashwirksamen Bewertungseffekts aus Derivaten (EBITDA- und EBIT-Effekt: -0,5 Mio. €) und exklusive IPO-Kosten IONOS (EBITDA- und EBIT-Effekt: -8,8 Mio. €)

(3) Exklusive der Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Energy und De-Mail (Umsatz-Beitrag: 27,3 Mio. €, EBITDA-Beitrag: -2,7 Mio. €, EBIT-Beitrag: -2,8 Mio. €) und exklusive IPO-Kosten IONOS (EBITDA- und EBIT-Effekt: -1,7 Mio. € netto (IPO-Kosten und gegenläufig anteilige Kostenübernahme durch den IONOS Mitgesellschafter))

(4) Vorjahr angepasst nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; exklusive der Umsatz- und Ergebnisbeiträge von Energy und De-Mail (Umsatz-Beitrag: 26,2 Mio. €, EBITDA-Beitrag: -0,7 Mio. €, EBIT-Beitrag: -0,9 Mio. €); inklusive periodenfremde Aufwendungen für den Netzaufbau aus 2022 und 2023 (EBITDA- und EBIT-Effekt: -14,3 Mio. €)

(5) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; exklusive des Umsatz- und Ergebnisbeitrages von Energy (Umsatz-Beitrag: 16,1 Mio. €, EBITDA-Beitrag: +7,8 Mio. € netto inkl. Verkaufserlös, EBIT-Beitrag: +7,8 Mio. € netto inkl. Verkaufserlös)

Zusätzlich bereinigt um die nicht-cashwirksame Wertminderung auf die Beteiligung an Kublai / Tele Columbus (ausgewiesen im Ergebnis aus dem Verlust des maßgeblichen Einflusses) in 2024 sowie Zinserträge aus dem BFH-Verfahren in 2025 blieb das operative Ergebnis vor Steuern (EBT) – ausgehend von dem aus vorgenannten Gründen leicht zurückgegangenen operativen EBIT– ebenfalls leicht mit 425,7 Mio. € hinter dem Vorjahr (432,7 Mio. €) zurück.

Abschließend bereinigt um einmalige Steuereffekte in 2024 sowie der einmaligen Steuerrückerstattung aus dem BFH-Verfahren in 2025 entwickelten sich die weiteren operativen Ergebniskennzahlen des Konzerns wie folgt:

Das operative Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg hingegen von 241,0 Mio. € auf 311,5 Mio. €. Ursächlich für diesen Anstieg waren vor allem deutlich geringere Steueraufwendungen, insbesondere infolge einer Neubewertung der latenten Steuern auf Basis des ab 2028 stufenweise sinkenden Körperschaftsteuersatzes in Deutschland.

Gleiches gilt für das auf die Anteilseigner der United Internet AG entfallende operative Konzernergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen, das von 149,7 Mio. € auf 211,8 Mio. € anstieg.

Dadurch verbesserte sich auch das operative EPS aus fortgeführten Geschäftsbereichen entsprechend von 0,86 € auf 1,23 €.

Finanzlage im Konzern

Der Cashflow vor Veränderung der Bilanzposten (Zwischensumme) verbesserte sich von 1.128,9 Mio. € im Vorjahr auf 1.192,2 Mio. € im Geschäftsjahr 2025.

Die Nettozahlungen der betrieblichen Tätigkeit stiegen deutlich von 954,1 Mio. € auf 1.236,8 Mio. €. Ursächlich hierfür waren vor allem der Wegfall der im Vorjahr letztmalig erfolgten jährlichen Vorauszahlung im Rahmen des Kontingentvertrages mit der Deutschen Telekom.

Die Nettozahlungen im Investitionsbereich weisen im Berichtszeitraum Nettoauszahlungen in Höhe von -689,8 Mio. € (Vorjahr: -765,6 Mio. €) aus. Diese resultieren im Wesentlichen aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von -730,8 Mio. € (Vorjahr: -774,6 Mio. €). Hinzu kamen nachträgliche Einzahlungen und gegenläufige Auszahlungen im Zusammenhang mit Unternehmenstransaktionen in Zusammenhang mit dem Ausstieg von Warburg Pincus, die sich netto auf 20,9 Mio. € summierten (Vorjahr: 5,6 Mio. €), sowie erhaltene Zinsen von 20,7 Mio. € (Vorjahr: 1,8 Mio. €).

Der Free Cashflow ist bei United Internet definiert als Nettoeinzahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Der Free Cashflow verbesserte sich deutlich von 184,5 Mio. € im Vorjahr auf 508,3 Mio. € im Geschäftsjahr 2025.

Abzüglich der Cashflow-Position „Tilgung von Leasingverbindlichkeiten“, die seit der Erstanwendung des Rechnungslegungsstandards IFRS 16 im Cashflow aus dem Finanzierungsbereich ausgewiesen werden, verbesserte sich der Free Cashflow (nach Leasing) ebenfalls deutlich von 47,4 Mio. € im Vorjahr auf 320,6 Mio. € im Geschäftsjahr 2025.

Bestimmend in den Nettozahlungen im Finanzierungsbereich waren im Geschäftsjahr 2025 die Aufnahme von Krediten (netto 426,2 Mio. €; Vorjahr: 356,7 Mio. €), die Auszahlungen für Zinsen (-157,2 Mio. €; Vorjahr: (-149,5 Mio. €), die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten (-187,6 Mio. €; Vorjahr: -137,1 Mio. €) sowie Dividendenzahlungen (-328,4 Mio. €; Vorjahr: -86,4 Mio. €) sowie die Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter im Rahmen zweier Aktienrückkaufprogramme der Konzerntochter IONOS Group SE sowie des Erwerbs von Aktien der Konzerntochter 1&1 AG durch die United Internet AG (-303,1 Mio. €; Vorjahr: -22,3 Mio. €)

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beliefen sich zum 31. Dezember 2025 stichtagsbedingt auf 48,0 Mio. €, nach 114,9 Mio. € zum Vorjahresstichtag.

Entwicklung der wesentlichen Cashflow-Kennzahlen

Cashflow vor Veränderung der Bilanzposten (Zwischensumme)

1.192,2

1.128,9

+ 63,3

Nettozahlungen der betrieblichen Tätigkeit

1.236,8

954,1

+ 282,7

Nettozahlungen im Investitionsbereich

–689,8

–765,6

+ 75,8

Free Cashflow (1)

320,6 (2)

47,4 (3)

+ 273,2

Nettozahlungen im Finanzierungsbereich

–613,1

–101,8

- 511,3

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember

48,0

114,9

- 66,9

in Mio.

2025

2024

Veränderung

(1) Free Cashflow ist definiert als Nettozahlungen der betrieblichen Tätigkeit, verringert um Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, zuzüglich Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

(2) 2025 inkl. des Tilgungsanteils von Leasingverbindlichkeiten (-187,6 Mio. €), die seit dem Geschäftsjahr 2019 (IFRS 16) in den Nettozahlungen im Finanzierungsbereich ausgewiesen werden

(3) 2024 inkl. des Tilgungsanteils von Leasingverbindlichkeiten (-137,1 Mio. €), die seit dem Geschäftsjahr 2019 (IFRS 16) in den Nettozahlungen im Finanzierungsbereich ausgewiesen werden

Für weitere Angaben zu Garantien, Leasing- und anderen Finanzierungsverpflichtungen wird auf das Kapitel 2.2 „Geschäftsverlauf“, „Liquidität und Finanzierung“ sowie den Konzernanhang unter Anhangangabe 46 verwiesen.

Vermögenslage im Konzern

Die Bilanzsumme stieg von 11,936 Mrd. € per 31. Dezember 2024 auf 11,978 Mrd. € zum 31. Dezember 2025.

Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

44,8

114,9

- 70,1

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

473,5

515,8

- 42,4

Vertragsvermögenswerte

572,0

630,3

- 58,3

Vorräte

93,8

119,7

- 25,9

Abgegrenzte Aufwendungen

395,9

394,2

+ 1,7

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

75,8

106,1

- 30,3

Ertragsteueransprüche

91,2

93,1

- 1,9

Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte

20,8

15,2

+ 5,6

Summe kurzfristige Vermögenswerte

1.767,8

1.989,3

- 221,5

in Mio.

31.12.2025

31.12.2024

Veränderung

Kurzfristige Vermögenswerte gingen von 1.989,3 Mio. € per 31. Dezember 2024 auf 1.767,8 Mio. € zum 31. Dezember 2025 zurück. Dabei ging der in den kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesene Bestand an liquiden Mitteln stichtagsbedingt von 114,9 Mio. € auf 44,8 Mio. € zurück. Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen von 515,8 Mio. € auf 473,5 Mio. zurück. Kurzfristige Vertragsvermögenswerte sanken infolge des aktuell (im Vergleich zu Vorperioden) geringeren Kundenwachstums im Segment „Consumer Access“ sowie einer Verschiebung von kurz- in langfristige Vertragsvermögenswerten von 630,3 Mio. € auf 572,0 Mio. €. Vorräte gingen leicht von 119,7 Mio. € auf 93,8 Mio. € zurück. Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte sanken insbesondere infolge geleisteter bedingter Kaufpreiszahlungen nach dem Ausstieg von Warburg Pincus bei IONOS von 106,1 Mio. € auf 75,8 Mio. €.

Die Bilanzposten kurzfristige abgegrenzte Aufwendungen , Ertragsteueransprüche sowie sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte blieben weitgehend unverändert.

Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte

Anteile an assoziierten Unternehmen

127,1

124,9

+ 2,2

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

40,1

85,9

- 45,8

Sachanlagen

3.584,4

3.145,0

+ 439,4

Immaterielle Vermögenswerte

1.791,3

1.879,8

- 88,5

Firmenwerte

3.623,1

3.632,7

- 9,6

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

23,8

29,9

- 6,0

Vertragsvermögenswerte

232,1

187,9

+ 44,2

Abgegrenzte Aufwendungen

724,8

801,2

- 76,5

Latente Steueransprüche

49,2

59,0

- 9,8

Summe langfristige Vermögenswerte

10.196,0

9.946,4

+ 249,5

in Mio.

31.12.2025

31.12.2024

Veränderung

Langfristige Vermögenswerte stiegen von 9.946,4 Mio. € per 31. Dezember 2024 auf 10.196,0 Mio. € zum 31. Dezember 2025. Dabei gingen langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte , insbesondere durch eine erfolgsneutral erfasste Änderung des beizulegenden Wertes der Kublai GmbH, von 85,9 Mio. € auf 40,1 Mio. € zurück. Sachanlagen stiegen infolge der im Berichtszeitraum getätigten Investitionen (insbesondere 5G-Netzausbau sowie Glasfaser-Netzausbau in den Segmenten „Consumer Access“ und „Business Access“) deutlich von 3.145,0 Mio. € auf 3.584,4 Mio. €, während immaterielle Vermögenswerte im Wesentlichen infolge gestiegener Abschreibungen von 1.879,8 Mio. € auf 1.791,3 Mio. € zurückgingen. Langfristige Vertragsvermögenswerte stiegen insbesondere infolge der Einführung von neuen Vertragsmodellen bei 1&1 mit 24-monatiger Laufzeit und 36-monatiger Gerätezahlung von 187,9 Mio. € auf 232,1 Mio. €, wohingegen langfristig abgegrenzte Aufwendungen stichtagsbedingt infolge der Auflösung von geleisteten Vorauszahlungen an Vorleister von 801,2 Mio. € auf 724,8 Mio. € sanken.

Die weiteren Bilanzposten Anteile an assoziierten Unternehmen , Firmenwerte , langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie latente Steueransprüche blieben weitgehend unverändert.

Die zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte beliefen sich auf 14,7 Mio. € (Vorjahr: 0 €).

Entwicklung der kurzfristigen Schulden

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

630,9

798,1

- 167,2

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

1.235,3

356,5

+ 878,9

Ertragsteuerschulden

63,1

48,0

+ 15,1

Vertragsverbindlichkeiten

193,2

184,0

+ 9,2

Sonstige Rückstellungen

30,8

23,3

+ 7,4

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

358,6

305,8

+ 52,8

Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten

133,7

165,9

- 32,2

Summe kurzfristige Schulden

2.645,6

1.881,6

+ 764,0

in Mio.

31.12.2025

31.12.2024

Veränderung

Kurzfristige Schulden stiegen deutlich von 1.881,6 Mio. € per 31. Dezember 2024 auf 2.645,6 Mio. € zum 31. Dezember 2025. Dabei sanken die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen insbesondere infolge von Phasing-Effekten aus 2024 von 798,1 Mio. € auf 630,9 Mio. €. Gegenläufig stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten infolge von Umgliederungen entsprechend der Fälligkeiten der Verbindlichkeiten deutlich von 356,5 Mio. € auf 1.235,3 Mio. € an. Sonstige finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich ebenfalls insbesondere infolge von Umgliederungen aus langfristigen Verbindlichkeiten (insbesondere Frequenzverbindlichkeiten) von 305,8 Mio. € auf 358,6 Mio. €. Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten gingen hingegen durch den Rückgang von Umsatzsteuerverbindlichkeiten von 165,9 Mio. € auf 133,7 Mio. € zurück.

Die Bilanzposten Ertragsteuerschulden , kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten sowie kurzfristige sonstige Rückstellungen blieben weitgehend unverändert.

Entwicklung der langfristigen Schulden

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

2.009,4

2.457,2

- 447,8

Latente Steuerschulden

329,0

350,7

- 21,8

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

1,4

2,4

- 1,1

Vertragsverbindlichkeiten

25,4

31,0

- 5,6

Sonstige Rückstellungen

91,4

70,4

+ 21,0

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

1.637,1

1.597,6

+ 39,5

Summe langfristige Schulden

4.093,6

4.509,4

- 415,8

in Mio.

31.12.2025

31.12.2024

Veränderung

Langfristige Schulden gingen hingegen von 4.509,4 Mio. € per 31. Dezember 2024 auf 4.093,6 Mio. € zum 31. Dezember 2025 zurück. Ursächlich hierfür waren insbesondere die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten , die trotz Inanspruchnahme bestehender und neuer langfristiger Kreditlinien (Schuldscheindarlehen 2025) durch Umgliederungen entsprechend der Fälligkeiten in kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 2.457,2 Mio. € auf 2.009,4 Mio. € zurückgingen. Latente Steuerschulden gingen insbesondere infolge einer Neubewertung der latenten Steuern auf Basis des ab 2028 stufenweise sinkenden Körperschaftsteuersatzes in Deutschland von 350,7 Mio. € auf 329,0 Mio. € zurück. Langfristige sonstige finanzielle Verbindlichkeiten erhöhten sich insbesondere aufgrund von höheren Leasing-Zugängen (IFRS 16) von 1.597,6 Mio. € auf 1.637,1 Mio. €.

Langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen , langfristige Vertragsverbindlichkeiten sowie langfristige sonstige Rückstellungen blieben weitgehend unverändert.

Die mit den zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerte verbundenen Schulden beliefen sich auf 12,1 Mio. € (Vorjahr: 0 €).

Entwicklung des Eigenkapitals

Grundkapital

192,0

192,0

0,0

Kapitalrücklage

2.239,9

2.199,5

+ 40,4

Kumuliertes Konzernergebnis

2.726,8

2.851,5

- 124,7

Eigene Anteile

–459,3

–459,3

0,0

Neubewertungsrücklage

–2,0

2,7

- 4,7

Währungsumrechnungsdifferenz

–16,8

–5,2

- 11,7

Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital

4.680,6

4.781,2

- 100,6

Nicht beherrschende Anteile

546,6

763,5

- 216,9

Summe Eigenkapital

5.227,2

5.544,7

- 317,6

in Mio.

31.12.2025

31.12.2024

Veränderung

Das Eigenkapital im Konzern sank von 5.544,7 Mio. € per 31. Dezember 2024 auf 5.227,2 Mio. zum 31. Dezember 2025. Dabei ging das kumulierte Konzernergebnis , das die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen (soweit sie nicht ausgeschüttet wurden) enthält, trotz des guten Konzernergebnisses im Geschäftsjahr 2025 von 2.851,5 Mio. € auf 2.726,8 Mio. € zurück. Ursächlich hierfür war insbesondere die Dividendenzahlung (bestehend aus einer regulären Dividende sowie einer einmaligen Nachholdividende) in deren Rahmen insgesamt 328,4 Mio. € ausgeschüttet wurden. Nicht beherrschende Anteile gingen insbesondere infolge des Aktienerwerbs im Rahmen des freiwilligen öffentlichen Erwerbsangebotes an die Aktionäre der 1&1 AG sowie durch die weiteren Erwerbe von 1&1 Aktien Anfang April und Ende August von 763,5 Mio. € auf 546,6 Mio. € zurück. Die Eigenkapitalquote im Konzern sank entsprechend um 2,9 Prozentpunkte von 46,5 % auf 43,6 %.

Die Netto-Bankverbindlichkeiten (d. h. der Saldo aus Bankverbindlichkeiten und liquiden Mitteln) erhöhten sich von 2.698,8 Mio. € per 31. Dezember 2024 auf 3.200,0 Mio. € zum 31. Dezember 2025. Der im Vergleich zum Vorjahr angestiegene Finanzbedarf ergab sich insbesondere aus der höheren Dividendenzahlung 2025 (inkl. einer einmaligen Nachholdividende) von insgesamt 328,4 Mio. € (Vorjahr: 86,4 Mio. €) sowie aus den Erwerben von 1&1 Aktien in Höhe von insgesamt 247,0 Mio. € (Vorjahr: 0 €).

Mehrperiodenübersicht: Entwicklung der relativen Verschuldung

Netto-Bankverbindlichkeiten (2) / EBITDA

1,31

1,68

1,89

2,16

2,48

31.12.2021

31.12.2022

31.12.2023

31.12.2024 (1)

31.12.2025 (1)

(1) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 30. September 2025; Vorjahr angepasst

(2) Netto-Bankverbindlichkeiten = Saldo aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und liquiden Mittel

Weitere Angaben zu Zielsetzung und Methoden des Finanzrisiko-Managements im Konzern finden sich auch im Konzernanhang unter Anhangangabe 44.

Mehrperiodenübersicht: Entwicklung wesentlicher Bilanzpositionen

Bilanzsumme

9.669,1

10.358,5

11.245,6

11.935,7

11.978,5

Liquide Mittel

110,1

40,5

27,7

114,9

44,8

Anteile an assoziierten Unternehmen

431,6

429,3

373,2

124,9 (2)

127,1

Sachanlagen

1.379,6

1.851,0

2.405,3

3.145,0

3.584,4

Immaterielle Vermögenswerte

2.059,4

2.029,3

2.001,6

1.879,8

1.791.3

Firmenwerte

3.627,8

3.623,4

3.628,8

3.632,7

3.623,1

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

1.822,7

2.155,5

2.464,3

2.813,7

3.244,8

Grundkapital

194,0

194,0

192,0 (1)

192,0

192,0

Eigenkapital

4.923,2

5.298,4

5.555,1

5.544,7

5.227,2

Eigenkapitalquote

50,9 %

51,2 %

49,4 %

46,5 %

43,6 %

in Mio.

31.12.2021

31.12.2022

31.12.2023

31.12.2024

31.12.2025

(1) Rückgang durch Einzug eigener Aktien (2023)

(2) Rückgang durch die nicht-cashwirksame Wertminderung auf die Beteiligung an Kublai und der Umgliederung / Umwidmung der Beteiligung (infolge des Verlusts des maßgeblichen Einflusses) in die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte (2024)

Gesamtaussage des Vorstands zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Der Internationale Währungsfonds hat im Rahmen seines Konjunkturausblicks nach vorläufigen Berechnungen für 2025 ein Plus von 3,3 % für die Weltwirtschaft ausgewiesen. Für Deutschland, dem mit einem Umsatzanteil von rund 90 % wichtigsten Markt für United Internet, decken sich die Berechnungen des Fonds mit den vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes, das für 2025 ebenfalls nur einen leichten Anstieg des (preisbereinigten) Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % (Vorjahr: -0,5 %) festgestellt hat.

Trotz der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen entwickelten sich die Anzahl der Kundenverträge sowie Umsatz- und Ergebniskennzahlen von United Internet – dank des stabilen und weitgehend konjunkturunabhängigen Geschäftsmodells – auch im Geschäftsjahr 2025 positiv. So konnte die Gesellschaft um insgesamt 700.000 Verträge auf 29,72 Mio. zulegen und den Umsatz um 1,9 % auf 6,104 Mrd. € steigern. Das operative EBITDA belief sich auf 1,282 Mrd. € und lag damit um 2,4 % über dem Vorjahr. Die darin enthaltenen Aufwendungen für den Ausbau des 1&1 Mobilfunknetzes beliefen sich unverändert zum Vorjahr auf -265,3 Mio. €.

Die Unternehmensentwicklung zeigt erneut die Vorteile des Geschäftsmodells von United Internet, das überwiegend auf elektronischen Abonnements mit festen monatlichen Beträgen basiert. Dies sichert stabile und planbare Umsätze und Cashflows, bietet Schutz gegen konjunkturelle Einflüsse und eröffnet finanzielle Spielräume, um neue Kunden zu gewinnen, Kundenbeziehungen auszubauen und Chancen in neuen Geschäftsfeldern bzw. neuen Märkten zu nutzen. Organisch oder durch Beteiligungen und Übernahmen.

Insgesamt sieht der Vorstand die United Internet Gruppe – zum Abschlussstichtag des Geschäftsjahres 2025 wie auch zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Lageberichts – für die weitere Unternehmensentwicklung gut aufgestellt. Er schätzt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage – vorbehaltlich eventueller Sondereffekte – positiv ein und blickt optimistisch in die Zukunft.