Aufgrund der Klassifizierung des Geschäftsfelds „AdTech“ als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 werden die entsprechenden Ergebnisbeiträge in der Gewinn- und Verlustrechnung separat ausgewiesen. In den einzelnen Zeilen der Gewinn- und Verlustrechnung sind ausschließlich die Ergebnisse aus fortgeführten Geschäftsbereichen enthalten. Zur Wahrung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreszahlen entsprechend rückwirkend angepasst.
5. Umsatzerlöse / Segmentberichterstattung
Nach IFRS 8 basiert die Identifikation von berichtspflichtigen operativen Segmenten auf dem sogenannten Managementansatz. Danach erfolgt die externe Berichterstattung auf Basis der konzerninternen Organisations- und Managementstruktur sowie der internen Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium (Chief Operating Decision Maker). In der United Internet Gruppe ist der Vorstand der United Internet AG verantwortlich für die Bewertung und Steuerung des Geschäftserfolgs der Segmente.
Die operative Geschäftstätigkeit des Konzerns gliedert sich in die beiden Geschäftsbereiche „Access“ und „Applications“, die sich wiederum in die Segmente „Consumer Access“ und „Business Access“ sowie „Consumer Applications“ und „Business Applications“ unterteilen.
Eine Beschreibung der Produkte und Dienstleistungen findet sich in Abschnitt 2.1 unter den Ausführungen zur Umsatzrealisierung. Unter dem Segment „Corporate“ werden im Wesentlichen Holdingfunktionen subsumiert.
Die Steuerung durch den Vorstand der United Internet AG erfolgt überwiegend auf Basis von Ergebniskennzahlen. Dabei misst der Vorstand der United Internet AG den Erfolg der Segmente primär anhand der Umsatzerlöse und des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen berechnet. Die Informationen zu den Umsatzerlösen sind dem Land, in dem das Unternehmen seinen Sitz hat, zugeordnet. Bei der Überleitung werden die Ergebnisse der Segmente auf die Gesamtsumme der United Internet Gruppe übergeleitet.
Die Segmentberichterstattung der United Internet AG stellt sich für das Geschäftsjahr 2025 wie folgt dar:
Segmentumsatz
4.095,9
586,7
338,7
1.316,9
81,3
–299,6
6.119,9
- davon Inland
336,6
733,4
5.534,2
- davon Ausland
0,0
2,1
583,5
585,6
Segmentumsatz aus Transaktionen mit anderen Segmenten
27,1
120,5
31,9
43,6
76,6
299,7
Segmentumsatz aus Verträgen mit Kunden
4.068,8
466,2
306,9
1.273,3
4,7
304,8
689,8
Umsatzkosten
–3.164,0
–572,9
–139,6
–534,6
–25,8
228,7
–4.208,1
EBITDA
521,5
167,2
130,9
464,1
6,5
–0,4
1.289,8
Finanzergebnis
–137,7
Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen
8,4
Ergebnis aus dem Verlust des maßgeblichen Einflusses
0
EBT
463,7
Steueraufwendungen
–96,9
Konzernergebnis (aus fortgeführten Geschäftsbereichen)
366,8
Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen
27,3
0,6
27,9
Vermögenswerte (langfristig)
2.935,8
402,3
229,7
1.191,3
2.009,3
–2.989,8
3.778,6
229,4
851,8
2.989,8
3.438,7
- davon Anteile an assoziierten Unternehmen
0,8
114,5
---
115,4
- davon sonstige finanzielle Vermögenswerte
2,9
4,0
3,9
364,9
1.894,7
2.235,3
35,0
- davon Firmenwerte
2.932,9
398,3
225,5
486,1
–754,5
3.288,4
0,3
339,5
339,9
5,1
334,5
334,8
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (ohne Firmenwerte)
575,7
445,9
18,5
85,4
7,5
–13,9
1.119,0
Anzahl der Mitarbeitenden
3.063
1.615
1.089
4.115
665
10.547
1.088
2.008
8.439
1
2.107
2.108
Januar - Dezember 2025 (Mio. €)
Segment Consumer Access
Segment Business Access
Segment Consumer Applications
Segment Business Applications (1)
Corporate
Überleitung/ Konsolidierung
United InternetGruppe
(1) Nach Bilanzierung von Sedo als nicht fortgeführter Geschäftsbereich gemäß IFRS 5 zum 31. Dezember 2025; Vorjahr angepasst.
Die Segmentberichterstattung der United Internet AG stellt sich für das Geschäftsjahr 2024 wie folgt dar:
4.064,3
574,9
324,5
1.248,1
151,0
–345,8
6.017,0
322,4
687,0
5.453,8
561,0
563,2
16,0
105,6
33,6
45,7
144,9
345,8
4.048,3
469,3
291,0
1.202,4
6,1
288,8
641,3
–3.022,1
–548,2
–141,1
–539,5
–29,6
216,4
–4.063,9
590,8
165,0
112,5
387,4
2,4
–7,3
1.250,9
–136,7
–27,4
–170,5
261,3
–243,4
17,9
40,1
40,4
2.935,7
402,2
227,5
1.197,4
1.065,5
–1.984,8
3.843,6
227,2
858,4
3.504,3
122,5
124,9
2,7
1,7
943,0
–1.230,3
85,9
491,2
3.293,5
0,4
339,0
339,3
0,1
338,9
625,0
576,3
14,4
91,5
12,4
–3,2
1.316,3
Anzahl der Mitarbeitenden (2)
3.268
1.635
1.095
4.072
713
10.783
1.092
2.115
8.823
3
1.957
1.960
Januar - Dezember 2024 (Mio. €)
United Internet Gruppe
(2) Anpassung der Anzahl der Mitarbeitenden 2024 aufgrund geänderter Berechnungslogik: Seit Juli 2025 werden freigestellte Mitarbeitende sowie Mitarbeitende in der Passivphase der Altersteilzeit bei den inaktiven Mitarbeitenden ausgewiesen.
Das EBITDA entspricht dem in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) zuzüglich der in Anhangangabe 11 berichteten Abschreibungen, die insoweit auch für eine Überleitung zum Konzernergebnis zu berücksichtigen sind. Die Spalte „Überleitung/Konsolidierung“ umfasst primär Eliminierungen und Konsolidierungseffekte und stellt keine vollständige Überleitungsrechnung dar.
Der Umsatz des Geschäftssegments „Consumer Access“ aus Verträgen mit Kunden beinhaltet im Geschäftsjahr 2025 762.138 T€ Umsatz mit Hardware (Vorjahr: 745.171 T€). Der Umsatz des Geschäftssegments „Business Access“ aus Verträgen mit Kunden beinhaltet im Geschäftsjahr 2025 7.874 T€ Umsatz mit Hardware (Vorjahr: 15.385 T€). Die restlichen Umsätze der beiden Geschäftssegmente entfallen jeweils auf Umsätze mit Dienstleistungen. Die übrigen Geschäftssegmente beinhalten ausschließlich Umsätze mit Dienstleistungen.
Aus der Kundenstruktur hat sich in den Berichtsjahren keine wesentliche Konzentration auf einzelne Kunden ergeben. In der United Internet Gruppe wurden, wie im Vorjahr, mit keinem Kunden mehr als 10 % der gesamten externen Umsatzerlöse generiert. Die Auslandsumsätze betrugen 9,6 % (Vorjahr: 10,5 %) des Konzernumsatzes.
Das oberste Führungsgremium überwacht neben Investitionen lediglich die Anteile an assoziierten Unternehmen, die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Firmenwerte. Die in den Segmenten dargestellten Abschreibungen beziehen sich auf übrige, nicht überwachte immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, da diese nach Festlegung der entsprechenden Nutzungsdauer weitgehend einem gewissen Automatismus unterliegen. Die langfristigen Vermögenswerte ohne Finanzinstrumente und aktive latente Steuern betragen 8.998,8 Mio. € (Vorjahr: 8.657,6 Mio. €) und entfallen mit 8.510,2 Mio. € (Vorjahr: 8.143,5 Mio. €) auf das Inland und 488,6 Mio. € (Vorjahr: 514,1 Mio. €) auf das Ausland.
Die Vertragssalden haben sich im Geschäftsjahr 2025 wie nachfolgend dargestellt entwickelt:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Anhangangabe 20)
497.307
545.713
Vertragsvermögenswerte (Anhangangabe 21)
804.125
818.250
Vertragsverbindlichkeiten (Anhangangabe 33)
218.611
215.009
in T€
31.12.2025
31.12.2024
Der Rückgang der Vertragsvermögenswerte gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den reduzierten Hardware-Umsatz im Geschäftsjahr 2025 zurückzuführen.
Im Geschäftsjahr 2025 wurden 184.019 T€ (Vorjahr: 175.033 T€) als Umsatzerlöse realisiert, die in den Vertragsverbindlichkeiten zu Beginn des Geschäftsjahres enthalten waren.
Der Gesamtbetrag des Transaktionspreises der zum Ende der Berichtsperiode nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen beträgt zum 31. Dezember 2025 1.819.075 T€. Die folgende Tabelle zeigt die Zeitbänder, in denen mit einer Realisierung der zum Stichtag bestehenden Transaktionspreise aus noch nicht erfüllten oder teilweise unerfüllten Leistungsverpflichtungen zu rechnen ist:
Consumer Access
1.543.680
1.124.518
419.163
Business Access
249.616
132.900
52.522
64.195
Consumer Applications (1)
Business Applications
25.778
19.594
4.851
1.334
Summe
1.819.075
1.277.011
476.536
65.528
Gesamt
2026
2027
>2027
(1) Infolge der Veräußerung und Einstellung des Geschäftsfelds "Energy“ am 15.10.2025 bestehen zum 31.12.2025 im Segment "Consumer Applications“ keine ausstehenden Leistungsverpflichtungen.
Der Gesamtbetrag des Transaktionspreises der zum Ende der Berichtsperiode nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2024 1.740.603 T€. Die folgende Tabelle zeigt die Zeitbänder, in denen mit einer Realisierung der zum Stichtag bestehenden Transaktionspreise aus noch nicht erfüllten oder teilweise unerfüllten Leistungsverpflichtungen zu rechnen war:
1.496.901
1.144.073
352.828
228.764
105.084
54.740
68.940
Consumer Applications
7.808
7.416
392
7.129
4.560
2.199
370
1.740.603
1.261.133
410.159
69.311
2025
>2026
Die dargestellten Transaktionspreise beziehen sich auf unerfüllte Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden mit einer ursprünglichen Vertragslaufzeit von mehr als 12 Monaten. Sie beziehen sich auf Dienstleistungskomponenten mit zeitraumbezogener Umsatzrealisierung und auf Verträge, für die ein Einmalentgelt fakturiert wurde und welches nun über die einschlägige ursprüngliche Mindestvertragslaufzeit als Umsatzerlös erfasst wird.
6. Umsatzkosten
Aufwand für bezogene Leistungen
2.302.777
2.147.913
Aufwand für bezogene Waren
865.879
878.763
Abschreibungen
555.757
494.353
Personalaufwendungen
345.405
330.036
Sonstiges
138.317
212.880
4.208.135
4.063.945
T€
2024
Die Umsatzkosten sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen gegenüber dem Vorjahr auf 68,8 % (Vorjahr: 67,5 %) gestiegen, was zu einem Rückgang der Bruttomarge auf 31,2 % (Vorjahr: 32,5 %) führte.
Der Anstieg der Umsatzkosten resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für Aufbau und Betrieb des 1&1 ‑ Mobilfunknetzes sowie aus Vorleistungskosten aus der National ‑ Roaming ‑ Vereinbarung mit Vodafone und spiegelt zudem höhere Abschreibungen im 5G ‑ Bereich wider. Im Geschäftsjahr 2025 sind hingegen die Betriebskosten der Rechenzentren gesunken. Zusammen mit den Logistikaufwendungen bilden sie den wesentlichen Bestandteil der Sonstigen Umsatzkosten. Für weitere Details wird auf die Anhangangabe 11 verwiesen.
7. Vertriebskosten
350.973
355.712
Marketingaufwendungen
281.273
292.564
Vertriebsprovisionen
155.269
147.322
96.643
121.563
62.365
57.880
946.523
975.042
Die Vertriebskosten sind im Verhältnis zu den Umsatzerlösen leicht auf 15,5 % gesunken (Vorjahr: 16,2 %). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf niedrigere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus Unternehmenserwerben zurückzuführen. Die sonstigen Vertriebskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Kundenpflege und Produktmanagement.
8. Verwaltungskosten
130.365
123.182
44.380
39.004
Rücklastschriftgebühren und sonstige Kosten des Geldverkehrs
29.991
28.683
Rechts- und Beratungskosten
26.883
19.567
Instandhaltungskosten
16.735
14.407
52.631
59.096
300.985
283.939
Die sonstigen Verwaltungskosten beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit Debitorenmanagement, Fremdleistungen, Versicherungsbeiträge sowie Abschluss und Prüfungskosten.
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen / Erträge
9.1 Sonstige betriebliche Aufwendungen
Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechnung
8.130
10.815
Periodenfremde Aufwendungen
1.974
4.787
Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen
1.315
282
Sonstige Steuern
1.053
1.038
Derivate
97
30
8.543
6.133
21.112
23.085
Die Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung enthalten im Wesentlichen Verluste aus Kursänderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und - verbindlichkeiten sowie Kursverluste aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursgewinne aus diesen Posten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Eine saldierte Betrachtung führt zu einem Nettoertrag von 6.743 T€ (Vorjahr: Nettoaufwand von 5.985 T€). Der Anstieg der aus Fremdwährungstransaktionen resultierenden Netto-Wechselkurseffekte resultiert aus der Erhöhung des Durchschnittskurses des Euro gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund im Geschäftsjahr 2025.
9.2 Sonstige betriebliche Erträge
Erträge aus Mahngebühren und Rücklastschriften
46.774
39.125
Erträge aus Fremdwährungsumrechnung
14.873
4.830
Projektzuschüsse
11.155
5.465
Erträge aus Entkonsolidierung
5.985
Periodenfremde Erträge
3.543
2.630
Erträge Abgang Sachanlagen
1.563
1.754
Erträge Auflösung Rückstellungen
970
1.791
92
2.071
6.695
8.242
91.649
65.908
Die Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung enthalten im Wesentlichen Gewinne aus Kursänderungen zwischen Entstehungs- und Zahlungszeitpunkt von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sowie Kursgewinne aus der Bewertung zum Stichtagskurs. Kursverluste aus diesen Posten werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Erträge aus Projektzuschüssen enthalten im Wesentlichen Kostenbeteiligungen an Projekten im Segment „Business Applications“.
Die Erträge aus Entkonsolidierung in Höhe von 5.985 T€ resultieren aus der Veräußerung des Geschäftsfelds „Energy“ zum 15. Oktober 2025. Für weitere Details wird auf die Anhangangabe 4 verwiesen.
10. Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte
Die Wertminderungsaufwendungen auf Forderungen und Vertragsvermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
81.981
82.467
Vertragsvermögenswerte
59.714
58.451
141.695
140.918
11. Abschreibungen und Wertminderungen
Die Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Vertriebskosten
Verwaltungskosten
696.779
654.920
Die ausgewiesenen Abschreibungen enthalten nicht die Abschreibungen des nicht fortgeführten Geschäftsbereichs und weichen daher von den in der Kapitalflussrechnung dargestellten Abschreibungen ab, die beide Geschäftsbereiche umfassen.
Die Abschreibungen beinhalten auch die Abschreibungen auf die im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierten Vermögenswerte. Diese verteilen sich auf die aktivierten Vermögenswerte wie folgt:
Immaterielle Vermögenswerte
Kundenstamm / Auftragsbestand
84.843
108.629
Software
1.340
2.264
86.182
110.893
Materielle Vermögenswerte
Netzinfrastruktur
3.000
3.165
89.182
114.058
Die Werthaltigkeitsüberprüfung der immateriellen Vermögenswerte, die einer unbestimmten Nutzungsdauer unterliegen, wurde zum Bilanzstichtag auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten vorgenommen.
Die Abschreibungen auf im Rahmen von Unternehmenserwerben aktivierte Vermögenswerte verteilen sich auf die Unternehmenszusammenschlüsse wie folgt:
1&1
60.913
84.696
STRATO
13.247
13.297
1&1 Versatel
8.607
8.772
home.pl
3.064
3.017
we22
1.492
2.416
World4You
1.847
Cronon
12
Der Rückgang der Abschreibungen resultiert im Wesentlichen aus dem planmäßigen Auslaufen der Abschreibung auf den im Zuge der Erstkonsolidierung der Drillisch AG erworbenen Kundenstamm im August 2025.
12. Personalaufwendungen
Die Personalaufwendungen verteilen sich auf die Funktionsbereiche wie folgt:
826.743
808.930
Die Personalaufwendungen beinhalten Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 700. 482 T€ (Vorjahr: 689.789 T€) und Aufwendungen im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 126.261 T€ (Vorjahr: 119.141 T€). Der Anstieg der Personalaufwendungen ist im Wesentlichen bedingt durch Gehaltanpassungen. Personalaufwendungen im Zusammenhang mit Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen belaufen sich auf insgesamt 9.277 T€ (Vorjahr: 10.617 T€).
Die Zahl der Mitarbeitenden verringerte sich gegenüber dem Vorjahr leicht von 10.783 auf 10.547 zum Jahresende:
Inland
Ausland
davon Philippinen
648
504
davon Spanien
458
444
davon Polen
306
319
davon Großbritannien
239
242
davon Rumänien
287
284
davon USA
108
100
davon Österreich
50
58
davon Frankreich
9
Gesamt*
davon männlich
68 %
67 %
davon weiblich
32 %
33 %
* Anpassung der Anzahl der Mitarbeitenden 2024 aufgrund geänderter Berechnungslogik: Seit Juli 2025 werden freigestellte Mitarbeitende sowie Mitarbeitende in der Passivphase der Altersteilzeit bei den inaktiven Mitarbeitenden ausgewiesen.
Die durchschnittliche Zahl der nach § 314 HGB berechneten Arbeitnehmer (also aktive Mitarbeitende, ohne Vorstände, Geschäftsführer, Auszubildende, Volontäre, Praktikanten, Studierende im dualen Studium) belief sich im Geschäftsjahr 2025 auf 10.447 (Vorjahr: 10.598), davon 8.413 (Vorjahr: 8.647) im Inland und 2.034 (Vorjahr: 1.951) im Ausland. Darin enthalten sind auch Arbeitnehmer aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen.
Für die betriebliche Altersversorgung bestehen im Konzern beitragsorientierte Zusagen. Bei den beitragsorientierten Zusagen (Defined Contribution Plans) zahlt das Unternehmen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger. Mit Zahlung der Beiträge bestehen für das Unternehmen keine weiteren Leistungsverpflichtungen. Die laufenden Beitragszahlungen sind als Aufwand des jeweiligen Jahres ausgewiesen. Sie beliefen sich im Geschäftsjahr 2025 auf insgesamt 49.568T€ (Vorjahr: 48.529 T€) und betrafen überwiegend in Deutschland für die gesetzliche Rentenversicherung geleistete Beiträge.
Hiervon entfielen aufgrund von Beitragsbefreiungen 0 T€ (Vorjahr: 0 T€) auf Beitragszahlungen für nahestehende Personen .
13. Finanzierungsaufwendungen
Darlehen und Kontokorrentkredite
118.971
105.338
Finanzierungskosten aus Leasingverhältnissen
48.132
35.572
Folgebewertung Kaufpreisverbindlichkeit
10.347
15.155
Bewertung eingebettete Derivate
3.381
Zinsaufwand aus Stundung der Frequenzverbindlichkeiten
5.211
5.631
Zinsaufwand aus steuerlicher Betriebsprüfung
571
1.404
Sonstige
687
754
Summe Finanzierungsaufwendungen
183.918
167.235
Die Folgebewertung Kaufpreisverbindlichkeit und die Bewertung eingebettete Derivate betreffen die ergebniswirksame Bewertung der im Rahmen der Beteiligung von Warburg Pincus im Geschäftsbereich Business Applications vereinbarten Kaufpreisverbindlichkeiten und Derivate, deren Bewertung insbesondere vom Unternehmenswert der IONOS Group SE abhängt. Warburg Pincus hat seine Anteile an der IONOS Group SE am 27. März 2025 vollständig veräußert. Die Kaufpreisverbindlichkeit sowie die eingebetteten Derivate wurden dadurch fällig. Für weitere Informationen wird auf die Anhangangabe 35.1 verwiesen.
Der Zinsaufwand aus Stundung der Frequenzverbindlichkeiten resultiert aus der Vereinbarung mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Netzinfrastruktur, nach der die Zahlungsverpflichtung für die Mobilfunkfrequenzen bis zum Jahr 2030 gestreckt wurde. Für weitere Details wird auf die Anhangangabe 24.1 und 35.3 verwiesen.
Bezüglich der Finanzierungskosten aus Leasingverhältnissen wird auf Anhangangabe 46 verwiesen.
14. Finanzerträge
13.850
25.303
Zinserträge aus steuerlicher Betriebsprüfung
30.299
643
Zinserträge aus Leasingverhältnissen
576
739
Erträge aus Ausleihungen an assoziierte Unternehmen
285
293
2.424
Sonstige Finanzerträge
1.181
1.140
Summe Finanzerträge
46.191
30.541
Die Bewertung eingebettete Derivate und die Folgebewertung Kaufpreisverbindlichkeit betreffen die ergebniswirksame Bewertung der im Rahmen der Beteiligung von Warburg Pincus im Geschäftsbereich Business Applications vereinbarten Derivate und Kaufpreisverbindlichkeiten. Warburg Pincus hat seine Anteile an der IONOS Group SE am 27. März 2025 vollständig veräußert. Die eingebetteten Derivate sowie die Kaufpreisverbindlichkeit wurden dadurch fällig. Für weitere Informationen wird auf die Anhangangabe 35.1 verwiesen.
Die Zinserträge aus steuerlicher Betriebsprüfung resultieren aus der Verzinsung erstatteter Steuervorauszahlungen. Die Erstattungen wurden aufgrund eines Urteils des Bundesfinanzhofs in einem Rechtsstreit zur Körperschaftsteuer 2008 gewährt.
Die sonstigen Finanzerträge umfassen im Wesentlichen Zinserträge aus Guthaben bei Kreditinstituten. Hinsichtlich der Erträge aus Ausleihungen an assoziierte Unternehmen wird auf die Anhangangabe 43 verwiesen.
15. Ertragsteuern
Die Steueraufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Tatsächliche Ertragsteuern
- Deutschland
–93.169
–156.263
- Ausland
–18.145
–15.993
Gesamt (laufende Periode)
–111.314
–172.255
Latente Steuern
- aufgrund steuerlicher Verlustvorträge
–14.407
–70.890
- aufgrund steuerlicher Zinsvorträge
–4.407
4.241
- steuerliche Wirkung auf temporäre Unterschiede
14.631
–4.364
- aufgrund von Steuersatzänderungen
18.569
–162
Gesamte latente Steuern
14.386
–71.175
Gesamter Steueraufwand
–96.928
–243.430
Nach dem deutschen Steuerrecht setzen sich die Ertragsteuern aus Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag zusammen.
Der effektive Gewerbesteuersatz hängt davon ab, in welchen Gemeinden der Konzern tätig ist. Der durchschnittliche Gewerbesteuersatz im Geschäftsjahr 2025 beträgt ca. 15,67 % (Vorjahr: 15,55 %).
Unabhängig davon, ob das Ergebnis thesauriert oder ausgeschüttet wird, betrug der Körperschaftsteuersatz in Deutschland unverändert zum Vorjahr 15 %. Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % auf die festgesetzte Körperschaftsteuer erhoben.
Die tatsächlichen Ertragsteueraufwendungen enthalten neben den Steuern auf das laufende Ergebnis periodenfremde Steuererträge in Höhe von 30.806 T€ (Vorjahr: 49 T€).
Die latenten Steueransprüche und -verbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag auf Basis der künftig geltenden Steuersätze neu bewertet. Hintergrund ist die im Jahr 2025 beschlossene und ab 2028 stufenweise wirksam werdende Senkung des deutschen Körperschaftsteuersatzes von derzeit 15 % auf 10 % bis 2032.
Latente Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge, Zinsvorträge sowie temporäre Differenzen werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann.
Die aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge verteilen sich auf die Länder wie folgt:
Deutschland
1.201
15.608
Latente Steuern auf Verlustvorträge betrafen im Vorjahr insbesondere die steuerlichen Verlustvorträge eines ertragsteuerlichen Organkreises im Konzern, dem die 1&1 Versatel Gruppe im Geschäftsjahr 2024 hinzugefügt worden war. Zum 1. Januar 2025 ist die 1&1 Versatel Gruppe in einen anderen ertragsteuerlichen Organkreis im Konzern überführt worden. Im vorherigen Organkreis wurden im Geschäftsjahr 2025 die im Vorjahr noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge vollständig verwertet. In der Folge wurden die auf diese Verlustvorträge bilanzierten latenten Steueransprüche vollständig aufgelöst.
Für die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge bestehen in den einzelnen Ländern folgende Fristen:
Die steuerlichen Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betreffen folgende Länder (ohne Deutschland):
USA Federal *
31.081
35.072
USA State **
521
587
Frankreich
15
31.617
35.659
* Steuersatz 21,0 %
** Steuersatz 0,2 %
Aufgeteilt nach den Ertragsteuerarten ergeben sich für Deutschland folgende Verlustvorträge, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden:
408.896
345.481
383.566
324.446
Körperschaftsteuer
Gewerbesteuer
Die Verlustvorträge in Deutschland, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betreffen vor allem Verlustvorträge der 1&1 Versatel Gruppe, sowie der 1&1 Mail & Media Inc., de r 1&1 Energy GmbH und der we22 Solutions GmbH. Die Verlustvorträge der 1&1 Versatel GmbH, auf die im Vorjahr zum Teil keine latenten Steuern gebildet worden waren, wurden mit dem Beitritt in den ertragsteuerlichen UI-Organkreis im Geschäftsjahr 2024 festgeschrieben und können zu einem späteren Zeitpunkt wieder genutzt werden.
Die im deutschen Steuerrecht verankerte Zinsschranke begrenzt die Abzugsfähigkeit von Zinsaufwendungen für die Ermittlung der Ertragssteuern von Körperschaften. Zinsaufwendungen, die demnach nicht abgezogen werden können, werden zeitlich unbefristet in die folgenden Wirtschaftsjahre vorgetragen (Zinsvortrag).
Zum 31. Dezember 2025 wurden auf sämtliche Zinsvorträge des Konzerns latente Steuern gebildet. Auf den Zinsvortrag in Höhe von 1.138 T€ wurden latente Steuer neu gebildet und ein Zinsvortrag in Höhe von 29.037 T € wurde genutzt, für den ein bestehender latenter Steueranspruch in Höhe von 8.236 T € aufgelöst wurde. Im Vorjahr betrug der Zinsvortrag, auf den keine latenten Steuern gebildet wurden, 13.259 T€.
Im Geschäftsjahr 2025 konnten 95.621 T€ Verlustvorträge genutzt werden (Vorjahr: 0 T€), für die im Vorjahr eine latente Steuer angesetzt worden war.
Für temporäre Differenzen in Höhe von 329,8 Mio. € im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen wurden keine latenten Steuerschulden erfasst, da eine Umkehr dieser Differenzen in absehbarer Zeit nicht als wahrscheinlich gilt.
Die latenten Steuern haben sich aus den folgenden Posten abgeleitet:
1.422
6.420
2.040
8.237
Vorräte
64
20
158
94
Vertragsvermögenswerte - kurzfristig
151.071
168.796
Vertragsvermögenswerte - langfristig
68.596
54.427
Sonstige finanzielle Vermögenswerte – kurzfristig
937
339
2.094
Sonstige finanzielle Vermögenswerte – langfristig
3.476
39
941
Sonstige Vermögenswerte
6.015
6.673
Abgegrenzte Aufwendungen
241.289
142.943
215.202
122.957
Sachanlagen
8.584
26.334
1.990
21.050
Nutzungsrecht Leasing
831
362.412
595
341.384
14.641
195.670
20.420
240.141
Sonstige Rückstellungen
42.836
5.845
51.975
6.910
Vertragsverbindlichkeiten
30.702
55.967
29.700
54.409
Sonstige Verbindlichkeiten
4.036
8.208
4.269
10.429
Leasingverbindlichkeit - kurzfristig
41.096
327
42.190
204
Leasingverbindlichkeit - langfristige
307.055
7.450
295.963
8.361
Bruttowert
693.522
1.041.093
666.633
1.045.026
Steuerliche Verlustvorträge
n.a.
Steuerliche Zinsvorträge
66.600
71.008
Saldierung
–712.116
–694.282
Konzernbilanz
49.207
328.978
58.967
350.745
Latente Steueransprüche
Passive latente Steuern
Der Passivüberhang der latenten Steuern aus dem Vorjahr hat sich von 291.778 T€ auf einen Passivüberhang in Höhe von 279.771 T€ reduziert. Somit belief sich der Gesamtbetrag der Veränderung des Saldos latenter Steuern auf 12.007 T€ (Vorjahr: -65.850 T€). Ursächlich für diese Veränderung sind im Wesentlichen folgende Faktoren:
Die Veränderung des Saldos latenter Steuern im Vorjahresvergleich lässt sich wie folgt überleiten:
Latenter Steuerertrag + / Latenter Steueraufwand -
Erfolgsneutral erfasste latente Steuereffekte
–1.507
5.057
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich
–872
268
Veränderung des Saldos latenter Steuern
12.007
–65.850
Die erfolgsneutral erfassten Steuereffekte resultieren zum größten Teil aus den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen, welche direkt im Eigenkapital erfasst wurden.
Die Überleitung vom Gesamtsteuersatz auf den effektiven Steuersatz der fortgeführten Aktivitäten stellt sich wie folgt dar:
Erwarteter Steuersatz
31,5
31,4
Tatsächliche und latente Steuern Vorjahre
–6,2
0,2
Steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte
–0,2
Veränderung aufgrund von Steuersatzdifferenzen
–1,9
–3,1
Steuervergünstigte Veräußerungsgewinne sowie Beteiligungserträge
–0,3
–1,2
Steuereffekte im Zusammenhang mit konzerninternen Ausschüttungen und Veräußerungen
0,5
Veränderung aufgrund der Körperschaftsteuersatzsenkung ab 2028
–3,7
Mitarbeiterbeteiligungsprogramme
0,7
Nicht steuerbares Ergebnis aus dem Verlust des maßgeblichen Einflusses auf assoziierte Unternehmen
17,7
Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen
28,4
Nutzung von Verlustvorträgen, auf die keine aktiven latenten Steuern angesetzt waren
–0,1
–0,9
Nicht steuerbare At-equity-Ergebnisse
–0,5
3,0
Steuereffekte aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen
2,3
Steuereffekte aus Zinsvorträgen
–0,6
2,0
Saldo von sonstigen steuerfreien Erträgen und nicht abzugsfähigen Aufwendungen
1,3
Effektiver Steuersatz
20,9
93,2
%
Die steuerliche Überleitung des Vorjahres wurde entsprechend der Darstellung in der Gewinn- und Verlustrechnung angepasst und weist den Effekt aus dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich nun separat aus.
Der Posten „Nicht steuerbares Ergebnis aus dem Verlust des maßgeblichen Einflusses auf assoziierte Unternehmen“ steht im Zusammenhang mit der Wertminderung auf die Beteiligung an der Kublai GmbH im Vorjahr (siehe auch Anhangangabe 4.3).
Der Posten „Wertberichtigung von in Vorjahren aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen“ in 2024 betrifft die in Vorjahren gebildeten latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge der 1&1 Versatel Gruppe. Diese Verlustvorträge wurden im Geschäftsjahr 2024 infolge der Aufnahme der Gruppe in den ertragsteuerlichen UI Organkreis festgeschrieben und die latenten Steueransprüche dementsprechend aufgelöst.
Der Posten „Nicht steuerbare At-Equity-Ergebnisse“ betrifft im Wesentlichen anteilige Ergebnisse an dem assoziierten Unternehmen AWIN AG und im Vorjahr zusätzlich der Kublai GmbH.
Der erwartete Steuersatz entspricht dem Steuersatz des Mutterunternehmens, United Internet AG.
Gemäß IAS 12 International Tax Reform – Pillar Two Model Rules wendet die United Internet Gruppe die vorübergehende, verpflichtende Ausnahme von der Bilanzierung latenter Steuern an, die sich aus der Einführung der globalen Mindestbesteuerung ergeben.
Von den für Pillar-Two-Zwecke einzubeziehenden Jurisdiktionen haben die Nachfolgenden bereits finale Umsetzungsgesetze erlassen: Deutschland, Frankreich, Kanada, Polen, Österreich, Spanien, Rumänien, Singapur und UK.
Eine umfassende Analyse der Finanzzahlen des Geschäftsjahre 2025 ergibt, dass sich nach dem derzeitigen Stand kein Land innerhalb der Gruppe als Niedrigsteuerland für Pillar-Two-Zwecke qualifiziert. Folglich ist im Geschäftsjahr 2025 keine zusätzliche Steuerbelastung zu erwarten.
Die Ertragsteueransprüche betreffen wie im Vorjahr vor allem Forderungen gegenüber Finanzbehörden in Deutschland und beliefen sich zum Stichtag auf 91.229 T€ (Vorjahr: 93.119 T€).
Die Ertragsteuerschulden betreffen wie im Vorjahr vor allem Verbindlichkeiten gegenüber Finanzbehörden in Deutschland und beliefen sich zum Stichtag auf 63.054 T€ (Vorjahr: 48.004 T€).
16. Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen
Die United Internet Tochter IONOS Group SE hat im September 2025 entschieden, die Sedo GmbH inkl. ihrer Tochterunternehmen („Sedo“) und somit das IONOS Geschäftsfeld „AdTech“ (früher: Aftermarket) zu veräußern. Nach der aktuellen Zeitplanung des Managements wird mit einem Abschluss der Veräußerung im dritten Quartal 2026 gerechnet. Gemäß IFRS 5 wurden die Einzelposten in der Gewinn- und Verlustrechnung ab September 2025 erstmals in die Position „Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen“ umgegliedert; die Vorjahresvergleichszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung wurden entsprechend angepasst.
Im Folgenden werden die Auswirkungen des aufgegebenen Geschäftsbereichs auf Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Kapitalflussrechnung zusammenfassend erläutert.
In der nachfolgenden Tabelle wird das Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen aufgegliedert. Die Werte zeigen die Geschäftstätigkeit des aufgegebenen Geschäftsbereichs mit Dritten. Die Eliminierungen aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet, da dies die Gegebenheiten im Zusammenhang mit einer zukünftigen Veräußerung am treffendsten widerspiegelt.
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich - Gewinn und Verlust
Umsatzerlöse
291.530
312.231
–239.568
–261.765
Bruttoergebnis vom Umsatz
51.963
50.466
–10.489
–6.823
–4.173
–3.831
Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge
–5.764
2.968
Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit
31.537
42.780
Finanzierungsaufwendungen
–70
–79
–1.210
–1.431
Ergebnis vor Steuern
30.256
41.270
Ertragsteuern
–2.331
–836
27.924
40.434
Die im Konzerneigenkapital ausgewiesenen Währungsumrechnungsdifferenzen beinhalten kumulierte Währungsumrechnungsdifferenzen in Höhe von -1.321 T€, die auf den nicht fortgeführten Geschäftsbereich entfallen.
Die Aktiva und Passiva aus dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich AdTech setzen sich zum 31. Dezember 2025 wie folgt zusammen:
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich - Vermögenswerte und verbundene Schulden
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
3.239
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig)
2.402
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
1.611
Kurzfristige nicht-finanzielle Vermögenswerte
1.483
Geschäfts- oder Firmenwert
5.097
Nicht-finanzielle langfristige Vermögenswerte
877
14.710
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig)
6.337
Kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten
2.568
Sonstige kurzfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
2.016
Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
522
Langfristige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
634
12.077
Folgende Beträge in der Kapitalflussrechnung sind dem nicht fortgeführten Geschäftsbereich AdTech zuzuordnen:
Nicht fortgeführter Geschäftsbereich - Kapitalflussrechnung
Nettozahlungen der betrieblichen Tätigkeit
1.084
73
Nettozahlungen im Investitionsbereich
–44
–123
Nettozahlungen im Finanzierungsbereich
–261
–286
Nettozunahme/-abnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
779
–336
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahres
2.721
2.936
Wechselkursbedingte Änderungen der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
121
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum Ende des Geschäftsjahres
17. Ergebnis je Aktie
Zum 31. Dezember 2025 ist das Grundkapital eingeteilt in 192.000.000 Stück (Vorjahr: 192.000.000 Stück) auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 €. United Internet hielt zum 31. Dezember 2025 19.162.689 Stück eigene Aktien (Vorjahr: 19.162.689 Stück eigene Aktien). Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu, so dass die zurückgekauften Aktien eigenkapitalmindernd erfasst werden. Der gewogene Durchschnitt der für die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegten Anzahl an Aktien beläuft sich für das Geschäftsjahr 2025 auf 172.837.311 Stück (Vorjahr: 172.837.311 Stück).
Zum Stichtag ergibt sich aus den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen der Tochtergesellschaften ein Verwässerungseffekt (Vorjahr: aufgrund des negativen Ergebnisses ein negativer Verwässerungseffekt, wodurch der Verwässerungsschutz zum Tragen kam).
Die Berechnung des Verwässerungseffekts aus dem Umtausch erfolgt, indem zunächst die Anzahl der potenziellen Aktien festgestellt wird. Anschließend wird auf der Basis des durchschnittlich beizulegenden Zeitwerts der Aktien die Aktienanzahl ermittelt, die aus der Gesamthöhe der Zahlungen (Nennwert der Rechte zuzüglich Zuzahlung) erworben werden könnte. Ist die aus beiden Werten ermittelte Differenz null, entspricht die gesamte Zahlung genau dem beizulegenden Zeitwert der potenziellen Aktien, so dass keine verwässernde Wirkung zu berücksichtigen ist. Ist der Differenzbetrag positiv, wird davon ausgegangen, dass diese Aktien im Wert des Differenzbetrags unentgeltlich ausgegeben werden.
Basierend auf einem durchschnittlichen Marktpreis von 22,70 € (Vorjahr: 20,28 €) würden 159.437 Stück Aktien (Vorjahr: 408.086 Stück) unentgeltlich ausgegeben. Weiterhin ergibt sich ein verwässernder Effekt von -1.646.843 € (Vorjahr: -3.261.482 €) auf das verwässerte Konzernergebnis aus den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen von IONOS und 1&1. Demnach beläuft sich die für die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie zugrunde gelegte Anzahl an Aktien für das Geschäftsjahr 2025 auf 172.996.748 Stück (Vorjahr: 173.245.397 Stück).
Nachfolgende Tabelle enthält die der Berechnung des unverwässerten und des verwässerten Ergebnisses zugrunde gelegten Beträge:
Ergebnisse, die den Anteilseignern der United Internet AG zuzurechnen sind
284.915
–47.583
Ergebnis je Aktie (in €)
- unverwässert
1,65
–0,28
- verwässert
1,64
Gewichteter Durchschnitt der im Umlauf befindlichen Aktien (in Mio. Stück)
172,84
173,00
173,25
18. Dividende je Aktie
Die ordentliche Hauptversammlung der United Internet AG hat am 15. Mai 2025 dem Beschlussvorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat über die Zahlung einer Dividende in Höhe von 1,90 € je Aktie zugestimmt. Die Dividendenzahlung in einer Gesamthöhe von 328,4 Mio. € erfolgte am 20. Mai 2025.
Über die Verwendung eines Bilanzgewinns beschließt nach § 21 der Satzung der United Internet AG die Hauptversammlung. Für das Geschäftsjahr 2025 schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat eine Dividende in Höhe von 0,50 € je für das abgelaufene Geschäftsjahr 2025 je dividendenberechtigte Aktie vor.
Über diesen Dividendenvorschlag werden Vorstand und Aufsichtsrat in der Aufsichtsratssitzung am 18. März 2026 beraten.
Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 71b AktG keine Rechte und damit auch keine anteilige Ausschüttung zu. Zum Datum der Unterzeichnung des Konzernabschlusses hält die United Internet Gruppe 19.162.689 Stück (Vorjahr: 19.162.689 Stück) eigene Aktien. Bis zur Hauptversammlung kann sich die Zahl der dividendenberechtigten Aktien verändern. In diesem Fall wird der Hauptversammlung bei unveränderter Ausschüttung von 0,50 € je dividendenberechtigter Stückaktie ein entsprechend angepasster Gewinnverwendungsvorschlag unterbreitet werden.
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