1.4  Schwerpunkte Produkte und Innovationen

Bei den im Unterkapitel „1.4 Schwerpunkte Produkte und Innovationen“ enthaltenen Angaben handelt es sich um „nicht geprüfte Lageberichtsangaben“, da „lageberichtsfremde Angaben“ inhaltlich nicht geprüft werden.

Als Internet Service Provider betreibt die United Internet Gruppe keine mit produzierenden Unternehmen vergleichbare Forschung und Entwicklung (F&E). Auch im Branchenkontext spielen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen eine eher untergeordnete Rolle. Vor diesem Hintergrund weist United Internet keine F&E-Kennzahlen aus.

Gleichwohl stehen die United Internet Marken für leistungsstarke Internet-Access-Lösungen sowie für innovative, webbasierte Produkte und Applikationen, die zumeist im eigenen Haus entwickelt werden. Die Fähigkeit, innovative Produkte und Dienste zu entwickeln, zu kombinieren, anzupassen und in große Märkte einzuführen, bildet die Basis für den Erfolg der Gesellschaft.

Dank leistungsfähiger Entwicklungszentren (insbesondere in Karlsruhe, Berlin und Bukarest) mit rund 3.750 Programmierern, Produktmanagern und technischen Administratoren kann United Internet dabei schnell und flexibel auf neue Ideen und Trends reagieren und etablierte Produkte weiterentwickeln und wechselnden Bedürfnissen anpassen – ein wichtiges Erfolgsmerkmal im überaus dynamischen Internet-Markt. Durch die Kompetenz bei Produktentwicklung, -weiterentwicklung und -rollout ist die Gesellschaft in vielen Bereichen unabhängig von Entwicklungsarbeiten und Zulieferungen Dritter und kann damit wichtige Wettbewerbs- und Geschwindigkeitsvorteile nutzen.

Aufgrund der stetig wachsenden Kundenzahl werden die Anforderungen an Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Verfügbarkeit immer höher. Neben der Weiterentwicklung der Produkte und den ständigen Optimierungen im Backend-Bereich gilt es dabei auch, vorhandene Prozesse ständig zu verbessern, um die Zuverlässigkeit der Systeme und damit auch die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

Schwerpunkte 2025

„Consumer Access”

  • Erweiterung des Footprints für den Vertrieb der 1&1 Glasfaserprodukte (FTTH) durch die Anschaltung von Partnern wie Gelsennet, EWE-TEL und Deutsche Glasfaser
  • Einführung von WLAN Calling im Ausland: Dies ermöglicht Mobilfunkkunden auch im Ausland die automatische Telefonie-Nutzung über einen WLAN-Zugang
  • Optimierung der E-SIM Wechselprozesse: Für Apple- und Google-Endgeräte wurden automatisierte Prozesse bereitgestellt, mit denen der Kunde mit geringem Aufwand in einem digitalisierten Prozess seine E-SIM von einem Gerät auf ein anderes Gerät übertragen kann
  • Neuer Prozess für einen Anbieterwechsel: durch den neuen Prozess kann der Kunde einen unterbrechungsfreien Anbieterwechsel zu 1&1 auch ohne Mitnahme der Rufnummer beauftragen
  • Optimierung der Schnellanschaltung bei DSL und Glasfaseranschlüssen: durch die eindeutige Erkennung der verwendeten Endgeräte (Router) im Netz (Hardwareidentifikation) kann die Aktivierung von Breitbandanschlüssen erheblich beschleunigt werden
  • Optimierung von Produkt- und Lieferantensteuerung: im Zuge des Breitbandausbaus stehen an vielen Standorten mehrere Leitungen für die Bereitstellung eines Breitbandanschlusses zur Verfügung; durch eine optimierte Steuerung und der Wahl des bestmöglichen Vorproduktes (Leitung) kann 1&1 dem Kunden den besten Anschluss an seinem Standort bieten

„Business Access”

  • Rollout der neuen XGS-PON-Technologie, einem Standard für passive optische Netzwerke (PON), der die symmetrische Datenübertragung mit hoher Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s unterstützt
  • Einführung neuer Verschlüsselungstechnologien zur Erhöhung der Sicherheit von Business-Anschlüssen
  • Erweiterung der Angebote für die NE4 („letzte Meile“) der 1&1 Versatel Kunden, u. a. durch die Einführung eines Glas-Kupfer-Wandlers
  • Einführung einer zusätzlichen SD-WAN Lösung mit LANCOM als Standort-Vernetzungslösung „made in Germany“
  • Erweiterung des Glasfaser Footprints für 1&1 Versatel-Kunden über Einkauf von FttH-Access via Drittcarrier mittels der 1&1 Versatel Open Access Plattform

„Consumer Applications”

  • Aufbau einer LLM-Infrastruktur (LLM=Large Language Model), zur sicheren und performanten Bereitstellung großer Sprachmodelle für die Integration in E-Mail-Produkte und interne Anwendungsfälle
  • Einführung des “Inbox Ad Image”-Produkts im Ad-Manager für 1&1 Mail & Media-Kunden
  • Unterstützung des Dauer-Logins von GMX-Kunden zur Erhöhung der Sicherheit und Vereinfachung der Nutzung
  • Erweiterung des Cloud-Produkts durch Einführung einer Foto-Timeline auf iOS, Pooling von Fotos nach Social Events sowie Foto-Erinnerungen im Web
  • Neue KI-Features für E-Mails (Pay): Übersetzung, Zusammenfassung und Schreibunterstützung
  • Neue, flexible Registrierungsstrecke zur Verbesserung der Conversion durch einfachere Bedienung und modernes Design, mit besserer Basis für Monetarisierung und Fraud-Bekämpfung
  • Entwicklung und Launch eines Identity Hubs, der unterschiedliche Identifizierungsmethoden verbindet (u. a. Video-Ident und eID), Kosten reduziert und Kunden mehr Optionen bietet
  • CMS-basiertes Upselling in Mobile Apps zur Steigerung des Vertriebs
  • Weiterentwicklung der Premium-Order-Plattform zur Einführung neuer, flexibler Mail-Premium-Tarife
  • Event-getriebene Subscription- und Retention-Architektur zur Unterstützung von personalisierten Angeboten und Churn-Prevention
  • Customer-Selfcare-Relaunch mit konfigurierbaren Kündigungsflüssen und value-basierten Retention-Discounts zur Churn-Prevention für Web und Mobile
  • Einführung KI-unterstützter Automatisierungen im Customer-Service-System zur vollautomatisierten Bearbeitung ausgewählter Kundenanliegen, basierend auf der LLM-Infrastruktur
  • Aufbau und Rollout der personalisierten „Deals & Offers“-Plattform in der App mit Freephone-Integration und personalisiertem Targeting auf Basis von Mail-&-Media-Profileigenschaften

„Business Applications”

  • IONOS startet mit IONOS GPT eine sichere und souveräne europäische ChatGPT-Alternative – kostenlos und datenschutzkonform
  • Erweiterung des Private Cloud um Bring Your Own IP (BYOIP), vSAN Enterprise und NFS Snapshots
  • Erweiterung der Image Factory auf Managed Kubernetes (MK8s)-Images für IONOS Cloud
  • Eröffnung eines neuen Colocation-Rechenzentrums in Frankfurt am Main
  • Globale Erweiterung des Content Delivery Networks (CDN) minimiert durch intelligentes Routing Latenzzeiten und sichert die weltweite Verfügbarkeit von Inhalten
  • IONOS Network File Storage (NFS) bietet auf Basis des NFSv4.2-Protokolls und SSD-Technologie skalierbare Performance für anspruchsvolle Workloads
  • SUSE LINUX Enterprise Server (SLES) bieten Kunden die kosteneffiziente Nutzung eigener Lizenzen (BYOS) in der IONOS Public Cloud
  • Mit der Entwicklung einer leistungsfähigen Videokonferenz-Lösung wurde das Nextcloud-Portfolio zu einer umfassenden, digital souveränen Kollaborationsplattform ausgebaut
  • IONOS Cloud GPU VMs bieten auf Basis von NVIDIA H200 GPUs direkten Hardware-Zugriff für anspruchsvolles KI- und High-Performance-Computing
  • IONOS Dedicated GPU Server stellen NVIDIA H100/H200 GPUs ohne Virtualisierungs-Overhead bereit, um maximale Leistung für komplexes KI-Training zu liefern
  • Mit IONOS Momentum wird ein integriertes Ökosystem entwickelt, das Infrastruktur und Anwendungen für eine datenschutzkonforme KI-Nutzung bündelt und Unternehmen einen nahtlosen Einstieg in KI-gestützte Prozesse ermöglicht
  • Der AI Phone Receptionist automatisiert als intelligenter Sprachassistent Geschäftsanrufe in natürlicher Sprache und integriert sich nahtlos in bestehende Systeme