5.1 Risikobericht
Risikomanagement
Konzeption, Organisation und Aufgabe des Risikomanagements von United Internet werden von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG vorgegeben und im Rahmen einer konzernweit verfügbaren und gültigen Risikomanagementstrategie sowie dem Risikomanagementhandbuch dokumentiert. Diese Vorgaben werden laufend an die sich ändernden gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst und kontinuierlich weiterentwickelt. Das Konzern-Risikomanagement koordiniert die Umsetzung und Weiterentwicklung des Risk Management Systems und ist im Auftrag des Vorstands für den zentral gesteuerten Risikomanagementprozess verantwortlich. Das Risikomanagementsystem umfasst ausschließlich die Risiken des Konzerns, während die Verantwortung für das frühzeitige und kontinuierliche Identifizieren, Bewerten und Steuern von Chancen direkt dem Konzernvorstand sowie den operativen Führungsebenen in den jeweiligen Segmenten obliegt.
Das Konzern-Risikomanagement (Corporate Risk Management) wird vom Risikomanagement der jeweiligen Segmente (Company Risk Management) unterstützt. Zur Unterstützung des Segment-Risikomanagements sind zusätzlich dezentrale Risikomanager in den für den Geschäftserfolg der Gesellschaft besonders wesentlichen Geschäftsbereichen (bspw. in den Bereichen „Technik und Entwicklung“ der Gesellschaften) installiert. Für den konzernweiten Austausch und den Abgleich von Risikoinformationen finden regelmäßige Risk-Manager-Meetings zwischen den Risikomanagern sowie auch mit den unternehmensweiten, querschnittsverantwortlichen Stellen statt.
Die Abteilung Corporate Audit (Interne Revision) prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risk Management Systems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, ob das Risikofrüherkennungssystem grundsätzlich geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken und Entwicklungen so frühzeitig zu erkennen, dass diesen rechtzeitig entgegengewirkt werden kann. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem, steht im Einklang mit dem zum Zeitpunkt der letzten Entsprechenserklärung der United Internet AG geltenden Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex und orientiert sich in seiner Ausgestaltung an den in der ISO-Norm 31000:2018 festgelegten Merkmalen. Der Aufsichtsrat überwacht gemäß den Vorschriften des Aktiengesetzes die Wirksamkeit des Risk Management Systems (RMS). Das RMS wird regelmäßig extern geprüft. Die aktuelle Prüfung wurde 2024 begonnen und wurde im 1. Quartal 2025 abgeschlossen.
Das Risk Management System umfasst die Maßnahmen, die es United Internet erlauben, mögliche Risiken, die die Erreichung der Unternehmensziele gefährden könnten, frühzeitig durch Assessments und Frühwarnsysteme zu erkennen, monetär und szenario-orientiert zu bewerten, zu steuern und zu überwachen. Das Ziel des konzernweit etablierten und IT-unterstützten Risikomanagements ist es, dem Management die größtmögliche Transparenz über die tatsächliche Risikosituation, deren Veränderung sowie der verfügbaren Handlungsoptionen zu verschaffen, um so das bewusste Eingehen oder das Vermeiden von Risiken zu ermöglichen. Unternehmensgefährdende Risiken sind dabei grundsätzlich zu vermeiden. Hierbei ist konzernweit immer eine über die regulären Berichtswege etablierte indirekte Anbindung und für alle wesentlichen Geschäftsbereiche eine direkte Anbindung an das konzernweit etablierte zentrale Risikomanagement mit definierten Zuständigkeiten realisiert. Damit wird die Vollständigkeit der erfassten Risiken im Risk Management System sichergestellt.
Der Status der wesentlichen Risiken wird viermal im Jahr in Berichtsform an Vorstand und Aufsichtsrat kommuniziert.
Bei identifizierten, unvermittelt wirkenden, erheblichen Risiken und Risikoveränderungen wird eine Ad-hoc-Berichtspflicht ausgelöst. Das Risiko wird dann unverzüglich an den Finanzvorstand der United Internet AG gemeldet und von diesem gegebenenfalls auch an den Aufsichtsrat berichtet. Auf diesem Wege können wesentliche Risiken schnellstmöglich adressiert werden.
Die Bewertung der Risiken erfolgt in einer Netto-Betrachtung, d. h. Effekte durch mitigierende Maßnahmen werden erst nach deren Umsetzungen in der Risikobewertung berücksichtigt.
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Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis einer konsolidierten Betrachtung aller bekannten wesentlichen Risiken. Aus der Gesamtheit dieser im Konzern identifizierten Risiken erläutern die folgenden Abschnitte die aus Sicht der Gesellschaft wesentlichen Risikofelder.
Ausgangspunkt zur Einschätzung der Wesentlichkeit der Risiken bilden die Ausprägungen „Eintrittswahrscheinlichkeit“ in Prozent und „potenzieller Schaden“ in Mio. €. Der potenzielle Schaden umfasst dabei sämtliche negativen Ergebnisbeeinflussungen . Ausgehend von der Kombination aus Eintrittswahrscheinlichkeit und potenziellem Schaden werden die Risiken wie folgt in die drei Risikoeinstufungen „Bedeutend“, „Moderat“ und „Gering“ kategorisiert.
Konkrete Einschätzungen seitens des Vorstands der Gesellschaft zur Risikosituation des Konzerns sowie zu Eintrittswahrscheinlichkeit, potenziellem Schaden und der daraus abgeleiteten Risikoeinstufung der im Folgenden beschriebenen Risiken befinden sich am Ende dieses Risikoberichts.
Das Verwaltungsgericht Köln hatte im Jahr 2024 die 5G-Entscheidung über die Vergabebedingungen und Auktionsregeln aus dem Jahr 2018 für rechtswidrig erklärt und die Bundesnetzagentur zur Neubescheidung verpflichtet. Das Urteil ist seit der Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerden der Bundesnetzagentur rechtskräftig. Nach Aussage der Bundesnetzagentur bleiben die 5G-Frequenzvergabeentscheidung als auch die bestehenden Frequenzzuteilungen an die Unternehmen aber unverändert wirksam, solange sie nicht von der Bundesnetzagentur aufgehoben oder geändert werden. Diese Neubescheidung birgt für 1&1 Chancen als auch Risiken. Unter anderem könnten die regulatorischen Auflagen zum Vor- oder Nachteil verändert werden oder im Fall einer erneuten Auktion, sich ein niedrigerer oder höherer Preis für den Frequenzerwerb ergeben.
Das bisher berichtete Risiko eines möglichen Bußgelds infolge des verfehlten Ausbauziels von 1.000 5G-Basisstationen zum Jahresende 2022, wird von der Bundesnetzagentur aufgrund des oben genannten Urteils, nicht weiterverfolgt.
Auch das bisher berichtete Risiko eines Bußgelds im Falle einer Verfehlung des Ausbauziels zum Jahresende 2025 hat sich nicht materialisiert. Nur zwei Jahre nach dem Start der mobilen Dienste im vierten deutschen Mobilfunknetz, erreichte das 1&1 5G-Netz im Dezember 2025 27 % der deutschen Haushalte. Damit erfüllt 1&1 das erste Flächenversorgungsziel fristgerecht vor dem 31. Dezember 2025.
Im Zusammenhang mit dem Aufbau eines leistungsstarken Mobilfunknetzes ist 1&1 auf die Zuteilung relevanter Frequenzen durch die Bundesnetzagentur angewiesen. Ende des Jahres 2025 sind die Nutzungsrechte in den Bereichen 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz ausgelaufen. Die Frequenzen werden derzeit von den drei etablierten Mobilfunknetzbetreibern genutzt. Im März 2025 hat die Bundesnetzagentur die Verlängerung dieser Frequenzen im Mid- und Low-Band-Spektrum an Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica um fünf Jahre bekannt gegeben. Die Verlängerung ist mit der Verpflichtung verbunden, dass die drei etablierten Netzbetreiber 1&1 einen Teil des ihnen zur Verfügung stehenden Low-Band-Spektrums zur gemeinsamen Nutzung bereitstellen. Die Verhandlungen hierzu sind bis zum Jahresende jedoch erfolglos geblieben. Insbesondere die Low-Band-Frequenzen sind zum wirtschaftlichen Betrieb eines Mobilfunknetzes unumgänglich. Ohne Zugriff auf diese Frequenzen müsste 1&1 deutliche mehr Vorleistungen über National Roaming bei Vodafone einkaufen. 1&1 geht davon aus, dass die Bundesnetzagentur entweder 1&1 den Zugriff auf Frequenzen im Low-Band-Spektrum ermöglicht oder den durch die höheren Vorleistungskosten entstehenden Schaden gegenüber 1&1 ausgleicht.
United Internet begegnet dem tendenziell steigenden Regulierungsrisiko durch eine Zusammenarbeit mit mehreren Vorleistungspartnern und einer aktiven Verbandsarbeit.
Im Vergleich zum Vorjahr zeigt die Risikoeinschätzung keine Veränderung und wird nach wie vor als bedeutend eingestuft.
Um dem dynamischen Kundenwachstum sowie einer möglichst schnellen Leistungsbereitstellung im Sinne des Kunden Rechnung zu tragen, sind die Bestell- und Bereitstellungsprozesse der United Internet – wie bei vielen großen Unternehmen im Massenmarktgeschäft – weitgehend automatisiert. Diese automatisierten Prozesse bieten naturgemäß Angriffsmöglichkeiten für Betrüger. Wegen der hohen Attraktivität der angebotenen Produkte und Services, erhöhen sich neben der Anzahl der Kunden auch das Risiko für einen Anstieg der Anzahl von Nichtzahlern und Betrügern sowie möglicher unbefugter Zugriffe über Benutzerkonten.
United Internet versucht, durch den permanenten Ausbau des Fraud-Managements, durch eine enge Zusammenarbeit mit Vordienstleistern sowie durch entsprechende Produktgestaltung Fraud-Angriffe zu vermeiden oder zumindest frühzeitig zu erkennen und zu unterbinden.
United Internet realisiert den Unternehmenserfolg im Wesentlichen im Telekommunikationsmarkt sowie im Umfeld des Internets. Zur Leistungserbringung werden im Rahmen der Geschäftsprozesse Informations- und Telekommunikationstechnologien (Rechenzentren, Übertragungssysteme, Vermittlungsknoten u. a.) eingesetzt, die stark mit dem Internet vernetzt sind und deren Verfügbarkeit durch Bedrohungen aus dem Internet gefährdet werden können.
Die Bedrohungspotenziale aus dem Internet stellen für United Internet hinsichtlich ihrer Auswirkungen eine der größten Risikogruppen dar, die insgesamt durch eine Vielzahl an technischen und organisatorischen Maßnahmen überprüft und vermindert werden. Insbesondere seien hier der Betrieb und die kontinuierliche Verbesserung des Sicherheitsmanagementsystems sowie der stetige Ausbau der Widerstandsfähigkeit (Resilienz) der Systeme genannt.
Um solchen Risiken weiterhin schnell begegnen zu können, wird das bestehende Überwachungs-, Gebäudezutritts- und Alarmierungssystem inklusive der nötigen Prozesse und Dokumentationen kontinuierlich optimiert.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Risikoeinschätzung von bedeutend auf moderat gesunken, da zusätzliche Kapazitäten aufgebaut und die Kundenmigration ins eigene Netz abgeschlossen werden konnten.
Das Liquiditätsrisiko der United Internet AG besteht grundsätzlich darin, dass die Gesellschaft möglicherweise ihren finanziellen Verpflichtungen – bspw. der Tilgung von Finanzschulden – nicht nachkommen könnte. Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Deckung des Finanzmittelbedarfs und die Sicherstellung der Flexibilität, auch durch die Nutzung von Kontokorrentkrediten und Darlehen. Im Cash-Management wird der konzernweite Bedarf und Überschuss an Zahlungsmitteln zentral ermittelt. Durch das konzerninterne Saldieren (Netting) von Bedarf und Überschuss wird die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß reduziert. Dies geschieht unter anderem durch den Einsatz von Cash-Pooling-Verfahren. Die Gesellschaft hat zur Steuerung ihrer Bankkonten und der internen Verrechnungskonten sowie zur Durchführung automatisierter Zahlungsvorgänge standardisierte Prozesse und Systeme etabliert. Neben der operativen Liquidität unterhält die United Internet AG auch weitere Liquiditätsreserven, die kurzfristig verfügbar sind.
Die Gesellschaft ist Zinsrisiken ausgesetzt, da Finanzmittel im Wesentlichen zu variablen Zinssätzen mit unterschiedlichen Laufzeiten aufgenommen wurden. Die Gesellschaft prüft auf der Grundlage der Liquiditätsplanung ständig die verschiedenen Anlagemöglichkeiten der liquiden Mittel und die Konditionen der Finanzschulden. Ein entstehender Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente zur Liquiditätssteuerung gedeckt. Liquiditätsüberschüsse werden bestmöglich im Geldmarkt angelegt. Aufgrund der Entwicklung auf den weltweiten Finanzmärkten, also der globalen Anpassungen der Leitzinsen, erhöhte sich das Zinsrisiko zwar leicht, ermöglicht aber auch Chancen aus verbesserten Geldanlagemöglichkeiten. Marktzinsänderungen können sich auf das Zinsergebnis auswirken und gehen in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Zur Darstellung von Marktrisiken verwendet United Internet eine Sensitivitätsanalyse, die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf das Ergebnis vor Steuern zeigt. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Bilanzstichtag bezogen werden. Die Gesellschaft prüft regelmäßig den Abschluss von Zinssicherungsgeschäften, um die negativen Auswirkungen von steigenden Zinsen zu mitigieren.
Das Währungsrisiko resultiert vornehmlich aus der operativen Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und / oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung des Konzerns abweichende Währung lauten) und den Netto-Investitionen in ausländischen Tochterunternehmen.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Risikoeinschätzung von bedeutend auf moderat gesunken. Die Reduzierung ist das Ergebnis der fortschreitenden Entwicklung einer laufenden Betriebsprüfung und der Eliminierung bisheriger Unsicherheiten infolge der Entwicklung.
Zusätzliche Angaben zu Risiken, Finanzinstrumenten und dem Finanzrisikomanagement finden sich in Kapitel 44 „Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements“ in den Erläuterungen zum Konzernabschluss.
Angaben zu Nachhaltigkeitsrisiken finden sich im Kapitel „4. Nichtfinanzielle Konzernerklärung“.
Die Gesamtrisikosituation ist für United Internet im Vergleich zum Vorjahr mäßig gestiegen. Der Anstieg der Risikogesamtposition resultiert, trotz Verbesserungen in vier Risikofeldern, aus dem Anstieg des Gesamtrisikos im Risikobereich „Operationelle Risiken“.
Bei der Beurteilung der Gesamtrisikosituation blieben die für United Internet bestehenden Chancen unberücksichtigt. Bestandsgefährdende Risiken für United Internet waren im Geschäftsjahr 2025 sowie zum Aufstellungsstichtag dieses Lageberichts weder aus Einzelrisikopositionen noch aus der Gesamtrisikosituation erkennbar.
Eintrittswahrscheinlichkeit, potenzieller Schaden und Risikoeinstufung der Risiken aus Konzernsicht und ihre Relevanz für die verschiedenen Segmente / Bereiche:
Risiken im Bereich „Strategische Markt- & Geschäftsrisiken“
Absatzmarkt & Wettbewerb
Consumer Applications Business Applications
Hoch
Moderat
Unverändert
Beschaffungsmarkt
Consumer Access Business Applications
Beteiligungen & Investitionen
Holding / Corporate
Gering
Geschäftsentwicklung & Innovationen
Verschlechtert
Höhere Gewalt
Regulatorisches Umfeld
Consumer Access
Sehr gering
Extrem hoch
Bedeutend
Risiken im Bereich „Operationelle Risiken“
Arbeitsabläufe & -prozesse
Business Applications
Betrug & Forderungsausfall
Cyber- & Informationssicherheit
Datenschutz
Sehr hoch
Verbessert
Mitarbeitende
Partnermanagement
Rechtsstreitigkeiten
Technischer Anlagenbetrieb
Risiken im Bereich „Finanz- & Steuerrisiken“
Finanz- & Liquiditätsrisiken
Steuerliche Risiken
Wesentliche Segment-Relevanz
Eintrittswahrscheinlichkeit
Potenzieller Schaden
Risikoeinstufung
Änderung ggü. Vorjahr
Gesellschaft, Politik und Wirtschaft stehen zur Zeit vor komplexen makroökonomischen Herausforderungen. Die Zunahme geopolitischer Spannungen weltweit führt allgemein zu erhöhter Unsicherheit, die sich durch die Kombination aus volatilen Zinsensätzen, gedämpften Wachstumserwartungen, einem angespannten Finanzierungsrahmen, sinkendem Handelswachstum, unterbrochenen Lieferketten und einem abnehmenden Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern bemerkbar macht könnte.
Neben den destabilisierenden Effekten der Kriege in der Ukraine und im Iran sowie den damit verbundenen Auswirkungen auf den gesamten Nahen Osten, Länder und Regionen in denen United Internet geschäftlich selbst nicht aktiv ist, kommt es zunehmend auch zu geoökonomischen Unsicherheiten durch einen steigenden Protektionismus. Dieser kann neben einer abnehmenden internationalen Zusammenarbeit, zum Beispiel auch die rigorose Einführung von Zöllen und in Folge Preissteigerungen für Rohstoffe und Waren bedeuten. So agiert etwa die US-Regierung mit einer kaum kalkulierbaren Zollpolitik mit Zöllen und/oder Zolldrohungen gegen Länder und Staatenverbünde, auf die diese wiederum mit Gegenzöllen und/oder Zolldrohungen reagieren.
Der United Internet Konzern reagiert auf solche komplexen Herausforderungen, indem er die aktuellen Herausforderungen aktiv annimmt und in seine geschäftlichen Entscheidungen integriert. Hierbei liegt der Fokus auf der Entwicklung von Strategien zur Risikominimierung, wie beispielsweise durch diversifizierte Beschaffungsstrategien etwa zur Sicherstellung einer konstanten und fairen Energieversorgung sowie der Bevorratung von Hardware.
Um möglichen Auswirkungen auf die globalen Geschäftsabläufe des Konzerns entgegenzuwirken, hat United Internet zudem proaktive Risikomanagement- und Minderungsstrategien entwickelt. So intensiviert der Konzern zum Beispiel, angesichts der durch die Kriege und Konflikte in der Ukraine und im Mittleren Osten gestiegenen Cybersicherheitsbedrohungen, ihre Investitionen in Cybersicherheitsmaßnahmen. Dazu gehören der Einsatz fortschrittlicher Überwachungstechniken, die Durchführung regelmäßiger Sicherheitsaudits und die Schulung ihrer Mitarbeitenden, um die Abwehrfähigkeit gegenüber Cyberangriffen zu stärken.
Vorstand und operativ Verantwortliche werden die weiteren Entwicklungen genaustens beobachten und gegebenenfalls (sofern möglich) geeignete Gegenmaßnahmen einleiten.
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